"Wollte nur heim"

Iraker (20) lieferte sich mit 500-PS-Benz Gürtel-Rennen

Im Zuge einer Schwerpunktaktion der Polizei wurde in der Nacht auf Sonntag am Neubaugürtel ein Probeführerschein-Lenker mit 104 km/h statt der erlaubten 50 km/h gemessen. Der junge Raser dürfte an einem illegalen Straßenrennen teilgenommen haben, gibt aber diesbezüglich nichts zu.

Wien. Als Beamte den 20-Jährigen am Sonntag um 4.45 Uhr in der Früh am Steuer eines 510-PS Mercedes  AMG 63 anhalten wollten-, beschleunigte der Möchtegern-Rennfahrer zuerst, überfuhr - von einer Streife verfolgt - mehrere rote Ampeln, bremste aber wenig später im Bereich der Kirche Maria vom Siege abrupt ab und wurde angehalten.

Bei dem Benz-Piloten (eines Firmenfahrzeuges) handelte es sich um einen 20-jährigen irakischen Staatsangehörigen, dem der Probeführerschein an Ort und Stelle abgenommen wurde. Bei seiner Befragung gab er an, "er habe nur schnell nach Hause kommen wollen".

Insgesamt wurden im Zuge des Planquadrats 13 Anzeigen wegen Schnellfahrens sowie 58 Anzeigen wegen sonstiger verkehrsrechtlicher Delikte gelegt.

Top-Speed der Nacht auf Sonntag: 142 km/h

In einem weiteren Fall wurden Polizisten der Landesverkehrsabteilung Wien auf einen Pkw-Lenker aufmerksam, der auf der Reichsbrücke stadtauswärts mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Auch dieser Mann flüchtete trotz Anhalteaufforderung, erreichte dabei laut Polizei eine Spitzengeschwindigkeit von 142 km/h und kam schließlich in der Argonautenstraße ins Schleudern. Der 22-Jährige wurde festgenommen und das Fahrzeug beschlagnahmt. Zudem wurden nicht passende Kennzeichen, die er zuvor vom Fahrzeug seines Vaters abmontiert hatte, sowie eine bereits entzogene Lenkberechtigung festgestellt. Er wurde wegen 22 verwaltungsrechtlicher Delikte sowie eines strafrechtlichen Delikts angezeigt.

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