Kaufhaus-Witwe Horten wird erpresst.

Heikle Ermittlungen

Jagd auf Horten-Erpresser

Ein Ex-Mitarbeiter von Österreichs reichster Frau fordert Millionen.

Staatsanwalt Helmut Jamnik aus Klagenfurt bestätigte am Freitag, dass man Ermittlungen im „Zusammenhang mit einem Erpressungsfall im Hause Horten aufgenommen habe. Der Tatbestand wurde vonseiten der Opfer beziehungsweise über deren Rechtsvertretung angezeigt.“

Wie ÖSTERREICH nachforschte, soll sich ihr Anwalt Helmut Burger-Scheidlin bereits vor vier Tagen an die Staatsanwaltschaft gewandt haben und dort auch volle Diskretion zugesichert bekommen haben. Doch die heikle Story aus der noblen Wörthersee-Welt sickerte schnell durch.

Transparent bei KAC-Spiel
Demnach soll ein früherer Sicherheitsmitarbeiter bzw. Portier der Milliardärin von der Kaufhauswitwe mehrere Millionen Euro gefordert haben. Zahlt die gebürtige Wienerin Heidi Jelinek nicht, will der türkisch-stämmige Mann bei einem KAC-Spiel (Horten ist der größte Fan des Eishockey-Clubs) auf einem Transparent Geheimnisse über sie preisgeben. Welche das sein sollen, ist derzeit allerdings nicht bekannt.

Ihr Anwalt Burger-Scheidling war Freitagnachmittag für keine Stellungnahme erreichbar – dafür nahm parallel zu den Behörden, die den Erpresser jagen, eine ganz andere Behörde ihre Ermittlungen auf: nämlich die Korruptionsstaatsanwaltschaft.

Indiskretion in Wien
Eingeschaltet wurde die Behörde ÖSTERREICH-Recherchen zufolge von Kärntens Chef des Landeskriminalamtes, Gottlieb Türk, der die sensible Causa mit dem Hinweis der Verschwiegenheit ans Ministerium nach Wien rapportiert hatte und sich nachher ärgerte, dass die Geschichte publik wurde. Zumal höchstens eine Handvoll Eingeweihte davon wusste. Sei’s drum – spannend ist der Erpressungsfall auf jeden Fall …

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