Ärzte sind mit Heilungsverlauf sehr zufrieden

Paket-Bomben-Opfer konnte Klinik verlassen

Die Kärntnerin wurde am 1. Oktober 2019 bei einem Bombenanschlag verletzt – sie konnte bereits heute das LKH-Univ. Klinikum Graz verlassen.

Kärnten. Graz/Klagenfurt (APA) - Eine 27 Jahre alte Frau aus dem Bezirk St. Veit/Glan, die am 1. Oktober Opfer eines Bombenanschlags geworden ist, hat am Montag das Spital verlassen. Das gab das Landeskrankenhaus Graz in einer Aussendung bekannt. Die Ärzte seien mit dem Heilungsverlauf sehr zufrieden. Die Frau kehrt vorerst nach Hause zurück, bevor in einer Rehabilitationsklinik eine Mobilisationstherapie beginnt.

© M. Wiesner/LKH-Univ. Klinikum Graz

Die dreifache Mutter hatte bei der Explosion einer Paketbombe lebensgefährliche Verbrennungen erlitten, sie war danach ins Krankenhaus nach Graz geflogen worden. Der Leiter der Abteilung für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie, Lars-Peter Kamolz, erklärte: "Die Verbrennungen sind so gut abgeheilt, dass, nach heutigem Stand, vor allem im Gesicht keine Narben zurückbleiben werden. Sie kann auch die Finger bereits wieder gut bewegen." Es sei von Vorteil gewesen, dass die Patientin so rasch ans "Zentrum für Brandverletzte" nach Graz gebracht worden sei.

© Facebook

Ein Facebook-Foto des Anschlags-Opfers vor der Detonation. 

Jetzt freue sich die Kärntnerin, dass sie wieder zu ihrer Familie kann, bevor es in einer Reha-Klinik mit einer Mobilisationstherapie weiter geht. "Ich bin den Ärzten und meinem gesamten Behandlungsteam hier am LKH Graz für die ausgezeichnete Betreuung extrem dankbar. Jetzt freue ich mich auf meine Familie und dass wir zur Ruhe kommen können", so die Patientin.
 
Die Täter waren von der Polizei rasch gefasst worden. Es handelt sich um den 28-jährigen Ex-Ehemann der Frau und seinen 29 Jahre alten Freund. Dieser hatte die Paketbombe, welche die beiden selbst gebaut hatten, vor der Tür der Frau abgelegt und angeläutet. Als sie öffnete, soll ihr Ex-Mann die Explosion ausgelöst haben. Das Material für die Bombe bestellten sie via Internet, im Sommer zündeten sie "zur Probe" einen Sprengsatz in einem Wald. Motiv soll ein Streit um das Sorgerecht für das gemeinsame Kind gewesen sein.

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