Ein siebenjähriges Mädchen ist Ende April in lebensbedrohlichem Zustand in ein Tiroler Krankenhaus gebracht worden. Nun wurden die Eltern festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, die medizinische Versorgung ihres Kindes über längere Zeit grob vernachlässigt zu haben.
Auslöser der Ermittlungen war ein Spitalsaufenthalt Ende April in Tirol. Die Eltern brachten ihre Tochter selbst in eine Klinik. Dort soll das Mädchen laut Landeskriminalamt in einem stark verwahrlosten Zustand gewesen sein. Zudem habe akute Lebensgefahr bestanden. Die Behörden wurden kurz darauf im Rahmen des Gewaltschutzgesetzes eingeschaltet.
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Schwere Vorwürfe gegen Eltern
Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass die Eltern ihre Fürsorgepflicht über längere Zeit gröblich verletzt haben könnten. Im Fokus steht vor allem der Verdacht, dass notwendige medizinische Hilfe für das Kind nicht rechtzeitig organisiert wurde. Gegen das Paar wird deshalb wegen möglicher schwerer Vernachlässigung ermittelt.
Eltern stellten sich selbst
Da die Beschuldigten zunächst nicht erreichbar gewesen sein sollen, ordnete die Staatsanwaltschaft Innsbruck ihre Festnahme an. Anfang der Woche erschienen die beiden schließlich selbst bei der Polizei. Anschließend wurden sie in die Justizanstalt gebracht. Zusätzlich beantragte die Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft.
Ins Rollen gebracht wurde der Fall durch eine Meldung nach dem Gewaltschutzgesetz an das Tiroler Landeskriminalamt. Darin ging es um den Transport des Kindes ins Krankenhaus am 28. April.