Mann überlebte Attacke

"Mich haben 36 Hornissen gestochen"

Hornissenstiche können nur bei Allergikern schnell zu tödlichen Gefahr werden.

Die Idylle des Kürnbergwaldes in Leonding (OÖ) nützt Ludwig Gebetsberger (51), um sich fit zu halten. Wie jede Woche walkte er auch vor zwei Tagen auf seiner „Hausstrecke“. Bei einer Waldkreuzung wurde er plötzlich von einem Hornissenschwarm angegriffen. „Die Hornissen tauchten wie aus dem Nichts auf und begannen mich zu attackieren. Ich versuchte, sie abzuwehren, und lief davon“, erzählt das Opfer im ÖSTERREICH-Gespräch.

Verfolgt
Der 51-Jährige rannte rund einen Kilometer. „Doch die Hornissen verfolgten mich. So bin ich weiter um mein Leben gelaufen“, so das Insekten-Opfer. In der Zwischenzeit hatten die Tiere bereits 36 Mal zugestochen. Gebetsberger: „Als ich an einer Lichtung ankam, habe ich versucht, mit meinem Handy Hilfe zu holen, doch leider hatte ich keinen Empfang.“

Benommen

Gebetsberger kämpfte sich weiter durch den Wald und merkte langsam die Wirkung des Gifts in seinem Körper. Leicht benommen konnte er endlich Hilfe rufen. „Mein Freund hat mich mit seinem Auto abgeholt und wir haben sofort den Notarzt alarmiert.“ Der 51-Jährige wurde in das Linzer Krankenhaus der Barmherzigen Brüder eingeliefert. Mittlerweile befindet er sich am Weg der Besserung. „Gott sei Dank hat der Mann nicht allergisch reagiert. Die Notärztin hat gute Arbeit geleistet“, so der behandelnde Arzt Fritz Firlinger.

Kinder in Gefahr
„Sorgen bereitet mir, dass sich der Hornissen-Schwarm in der Nähe eines Kinderspielplatzes aufhält. Ich habe bei der Gemeinde und einem Förster versucht zu intervenieren, doch ohne Erfolg“, so Gebetsberger. Bürgermeister Walter Brunner ist von diesem Vorfall nichts bekannt, doch er verspricht rasche Hilfe: „Sollten sich wirklich diese gefährlichen Tiere dort befinden, werden wir rasch reagieren und den Schwarm entfernen.

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