Millionärin

Rechte Szene

Millionärin: Killer 
waren 
Neonazis

Einer der brutalen
 Brüder ist vorbestraft.

Noch schweigen die mutmaßlichen Mörder der Millionärin Claudia B. (44). John K. (25) und sein jüngerer Bruder Kevin (23) verweigern die Aussage in der U-Haft. Doch inzwischen weiß man: Die beiden haben Verbindung in die Neonazi-Szene im schweizerischen Langenthal, wo die gebürtige Steirerin aus Leoben am Wochenende bestialisch erschlagen wurde.

Vor allem John K. gilt als rechtsradikal, fiel schon häufiger durch seine Gesinnung auf. Der gelernte Maler mit der Hasenscharte trug Neonazi-Pullover mit der Aufschrift „White Power“, postete auf Facebook ausländerfeindliche Parolen und gehörte zum Freundeskreis lokaler Politiker aus dem rechten Spektrum. In seiner Heimatstadt wurde er vor allem von Ausländern gefürchtet.

Auch beim örtlichen Fußballverein, dem SC Langenthal, hat man keine guten Erfahrungen mit dem Maler gemacht. Vor Jahren schon erhielt er Stadionverbot. Mit der Justiz machte er erstmals im April 2007 Bekanntschaft. Damals fackelte er zwei Autos und eine Garage ab.

Wie eiskalt die Brüder (es gilt die Unschuldsvermutung) bei dem Verbrechen vorgingen, zeigen die Ermittlungen der Berner Kantonspolizei. Vor der Tat haben beide je zwei Bier im Beisl „Schoren-Pintli“ getrunken, sind dann gemeinsam in die Wohnung der Mutter.

Nachdem Claudia B., die auch als Escort-Girl unter dem Namen „Christina“ gearbeitet hatte und die ihr Millionenvermögen einer Erbschaft eines früheren Freiers verdankt, vergewaltigt, erschlagen und ihre Leiche an einer Schulturnhalle abgelegt worden war, soll einer der beiden mit dem Handy der Toten ein Taxi bestellt haben. John und Kevin ließen sich zu einem Fast-Food-Restaurant bringen.

„Meine Buben sind doch keine Mörder“
Vergangenen Montag erfuhr Elsbeth K. durch ihren Ex-Mann, dass die gemeinsamen Söhne John (25) und Kevin (23) wegen Mordverdachts verhaftet wurden.Sie ist Putzfrau an der Schule in Langenthal. Dort, wo die bestialisch zugerichtete Leiche von Claudia B. abgelegt worden war. „Ich kann es mir einfach nicht vorstellen. Meine Buben sind doch keine Mörder“, sagt sie.

Ihre Söhne hat sie am Freitagabend das letzte Mal gesehen. Sie kamen gegen 18 Uhr in das Lokal, in dem Elsbeth K. gelegentlich bedient. Nach ein, zwei Bier sollen die Burschen wieder weitergezogen sein.

Als sie vom Mordvorwurf gegen die Söhne hörte, brach die Mutter zusammen und musste in eine Klinik eingeliefert werden. „Es war, als wenn mir jemand mit voller Wucht ins Gesicht schlägt“, sagt sie.

Elsbeth K. weint: „Warum musste das gerade jetzt passieren. Kevin hatte endlich wieder einen Job und John hatte es sowieso nie leicht in seinem Leben.“

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