Pflegerin und Pfarrer stehen vor Gericht

Nach Suizidversuch

Pflegerin und Pfarrer stehen vor Gericht

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Anklage wegen unterlassener Hilfeleistung nach Suizidversuch.

"Ich wollte für die Patientin nur das Beste und traf die Entscheidung, die mir als die richtige erschien", verteidigte sich am Donnerstagnachmittag die angeklagte Christa K. (48) am Bezirksgericht Salzburg. Sie und der mitangeklagte Diözesanpriester Hermann E. (54) müssen sich wegen unterlassener Hilfeleistung vor Gericht verantworten.

Suizidversuch
Nach einem Selbstmordversuch einer 73-jährigen Pensionistin in einem städtischen Seniorenheim haben es die 48-jährige Diplomkrankenschwester und der Geistliche unterlassen, einen Arzt zu rufen, so der Vorwurf der Bezirksanwältin. Doch die Angeklagten beteuern ihre Unschuld.

Krankensalbung
Der Pfarrer sagte vor Gericht, er habe aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse im Raum – es brannten nur etwa 20 kleine Opferlichter – nur eine kleine, nicht blutende Wunde im Halsbereich erkannt. Zudem ging er davon aus, die Rettung sei schon unterwegs. Tatsächlich war zuvor nur die Polizei alarmiert worden, die dann die schweren Schnittverletzungen der Pensionistin entdeckte. Ein Urteil stand bis zum Abend noch aus.

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