Nach Zanoni musste auch Grazer Kartencasino schließen

70.000 Euro Schulden exklusive Glücksspielabgaben

Nach Zanoni musste auch Grazer Kartencasino schließen

Das Aus für die Pokercasinos CCC von Peter Zanoni zieht eine weitere Pleite nach sich.

Wien/Graz. Über die Asco Impex Handels-GmbH mit Sitz in Graz ist ein Insolvenzverfahren eröffnet worden, berichtete der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) am Mittwoch. Das Unternehmen betrieb seit Juni 2019 ein Pokercasino und ist nun überschuldet und zahlungsunfähig. 28 Mitarbeiter sind betroffen.

"Bereits im Jahr 2019 wurden zahlreiche Unternehmungen der Zanoni-Gruppe insolvent, wobei sämtliche Unternehmungen die vorgeschriebenen Glücksspielabgaben bekämpften. Zwischenzeitig wurden auch die Beschwerden vom Verfassungsgerichtshof abgewiesen, so auch jene des schuldnerischen Unternehmens", erklärte der AKV.A

Auch Grazer Kartencasino musste schließen

Das Grazer Kartencasino musste am 30. Jänner 2020 seine Pforten schließen, zuvor hatte es auch dort Razzien gegeben. Das Unternehmen setzte im letzten Jahr rund 850.000 Euro um, die Schulden gab es mit 70.000 Euro an - jedoch ohne Glücksspielabgaben "in noch unbekannter Höhe".

"Pokerkönig" Zanoni hatte jahrelang gegen die Finanz wegen der aus seiner Sicht halsbrecherisch hohen Glücksspielabgaben gekämpft. Er hat über die Jahre Steuerschulden von mehr als 600 Mio. Euro angehäuft. Endgültig den Garaus machte ihm das neue Glücksspielgesetz (GSpG), mit dem Pokern unter das Glücksspielmonopol des Bundes fällt, das der teilstaatliche Casinos-Austria-Konzern innehat. Davor war Pokern ein Gewerbe, und Zanoni hatte entsprechende Berechtigungen. Die Übergangsfrist lief Ende 2019 aus, zum Jahreswechsel gab es dann an mehreren Standorten der insgesamt 12 Concord Card Casinos (CCC) Razzien.

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