Spezialpflegerinnen retten Patienten daheim – und entlasten gleichzeitig Krankenhäuser und Rettung. Jetzt kommt die große Expansion!
Das niederösterreichische Modell "Acute Community Nursing" (ACN) hat eine externe Evaluierung mit Bravour bestanden und soll jetzt massiv ausgebaut werden. Seit dem Start 2020 wurden bereits 40.000 Interventionen verzeichnet – heuer allein schon mehr als 4.500. Speziell ausgebildete Pflegerinnen rücken aus, wenn jemand gestürzt ist, Kreislaufprobleme hat oder an einem Atemwegsinfekt leidet – und das Ergebnis ist sensationell!
Mehr als die Hälfte der Patienten bleibt daheim!
Die Zahlen sind beeindruckend: Mehr als die Hälfte der versorgten Patientinnen und Patienten musste danach gar nicht erst ins Spital! Gerade für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen ist das ein riesiger Unterschied. Besonders an Wochenenden, Feiertagen und in Ferienzeiten – wenn Arztpraxen geschlossen sind – boomt das Angebot. Der zuständige Landesrat Martin Antauer (FPÖ) ist begeistert: "ACN ist ein ganz wichtiger Bestandteil einer modernen Gesundheitsversorgung in Niederösterreich!"
Von sechs auf zehn Standorte – aber Geld-Streit schwelt!
Ab 2028 soll ACN vom Pilotprojekt in den Regelbetrieb übergehen – und die Zahl der Standorte von sechs auf bis zu zehn wachsen. Die Kosten betragen pro Standort und Jahr eine Million Euro, davon werden zwei Drittel vom NÖGUS und ein Drittel von der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) übernommen. Die Finanzierung durch die ÖGK ist laut Antauer bis Ende 2027 gesichert. Für die Zeit danach laufen Verhandlungen. Zuletzt hatten die Sozialdemokraten kritisiert, dass der ACN-Ausbau finanziell nicht ausreichend gesichert sei und generell der Ersatz für die geplante Schließung von Notarztstandorten nicht gewährleistet sei. Antauer hielt dazu auf Nachfrage fest, dass Landesrätin Eva Prischl (SPÖ) für die Umsetzung der neuen Strukturen im Rettungswesen - etwa der 86 RTW-C-Standorte - zuständig sei.