Bergdrama: Bub (5) weiter in Lebensgefahr

Mutter wird psychologisch betreut

Bergdrama: Bub (5) weiter in Lebensgefahr

Die Tragödie in der Hohen Wand löst bei aller Anteilnahme nun auch Unverständnis aus.

Der AKH-Kinderarzt Manuel S. (36) befand sich mit seiner Frau und seinen beiden Kinder Tim (5) und Liam (3) vom Hubertushaus kommend auf dem Abstieg über den Springles­steig. Laut Polizei schlüpfte Tim unter einem Seilgeländer durch, stürzte ab.
Der Vater griff nach ihm und stürzte dabei vor den Augen seiner Frau mit Liam, der sich in einer Rückentrage befand, in den Tod.

Unverständnis
„Der Steig hat eine Kategorie, wo ich mit so kleinen Kindern nichts verloren habe“, sagt Thomas Poltura vom Alpenverein: „Man muss sich sehr genau überlegen, ob man sich das zutraut.“ Dennoch: Der Aufstiegsweg gilt als familienfreundlich, ist mit einem Kindersmiley versehen. Jedoch warnen die Experten: „Die meisten Klettersteige sind für Kinder nicht geeignet. Da geht es um die Körpergröße.“

Überlebenskampf
Die Mutter wird weiterhin von einem Kriseninterventionsteam im Wiener SMZ Ost psychologisch betreut. Dort kämpfen die Ärzte nach wie vor um den kleinen Tim, der sich unverändert in Lebensgefahr befindet. Vorsichtige Diagnose: „Der Zustand ist stabil, aber weiter kritisch.“



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