Hohe Wand: Drama um Kinderarzt

Trauriger Einsatz

Hohe Wand: Drama um Kinderarzt

Trauer und Bangen mit der Ehefrau, die bereits zwei Menschen verloren hat.

Die Familienkatastrophe unbegreiflichen Ausmaßes ereignete sich Sonntagnachmittag am Springlessteig auf der Hohen Wand: Wie berichtet , stürzte ein Vater, der seinen dreijährigen Sohn in einer Rückentrage trug, mit dem Kleinkind ab – als er seinen zweiten Sohn, der ausgerutscht war, verzweifelt ergreifen und vor dem Tod bewahren wollte. Doch alle drei fielen 80 bis 100 Meter in die Tiefe. Manuel S. (36) und sein Jüngster, Liam, starben noch vor Eintreffen der Bergrettung.

Zustand des zweiten 
Buben "äußerst kritisch"
Der zweite Sohn des Wiener Kinderarztes, Tim, wurde mit dem Notarzthubschrauber ins SMZ Ost nach Wien geflogen, wo der Fünfjährige nach wie vor in Lebensgefahr schwebt. Laut einem Sprecher des Krankenanstaltenverbundes ist sein Zustand „stabil, aber äußerst kritisch“. Völlig unverletzt überlebte die 36-jährige Ehefrau und Mutter der beiden Kinder das Bergdrama – sie war etwas abseits gewesen und musste tatenlos und verzweifelt mitansehen, wie ihre Liebsten in die Tiefe gerissen wurden. Was mag in der bedauernswerten Frau nur vorgegangen sein, als sie erfuhr, dass zwei geliebte Menschen tot sind und das Leben des dritten an einem seidenen Faden hängt? Auch für die Helfer war der Bergeinsatz sehr belastend.

Sportlich
Der Chirurg und Frühchenspezialist auf der Kinderklinik im AKH war äußerst sportlich, fuhr jeden Tag mit dem Rad in den Dienst – und war begeisterter Bergwanderer. Er dürfte nicht zum ersten Mal auf der Hohen Wand gewesen sein.



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