Bis zu 28 Meter weit mit einem kleinen Pfeil ins Ziel treffen – es klingt fast unmöglich. Ist es aber nicht, wie Teilnehmer der Europameisterschaft im Blasrohrsport 3D vom 22. bis 24. Mai in Schwarzenbach (Bezirk Wr. Neustadt) zeigten.
Ein Carbon- oder Aluminiumrohr, passende Pfeile und dreidimensionale (3D) Tiernachbildungen – alles, was man zum Blasrohrsport braucht, sagt EM-Organisator Andreas Rehberger, Obmann vom Blasrohrsport Black Beach City in Schwarzenbach. "Es ist leicht zu erlernen, man stellt sich hin, nimmt das Blasrohr, visiert das Ziel an und pustet in das Rohr, als würde man einen Kirschkern ausspucken.“
Sechs Nationen mit 162 Teilnehmern
Bei der Europameisterschaft am Keltenberg in Schwarzenbach in der Buckligen Welt waren sechs Nationen mit 162 Teilnehmern vertreten. Geschossen wurde aus unterschiedlichen Distanzen von drei Meter bis 28 Meter, je nach Größe der Tierfigur. "Meine Technik beim 3D-Schießen ist, wenn das Tier weiter weg ist, ein bisschen höher zu zielen, damit man auch wirklich trifft“, sagt Teilnehmer Senol Yildiz aus Deutschland. Die Sportart ist noch jung und kommt in Österreich vom Bogenschießen. "Ich finde, dass Blasrohrschießen eine Spur leichter ist. Man weiß, wenn man schießt, wo man ungefähr hinkommt. Beim Bogenschießen ist das ein bisserl schwerer“, weiß Teilnehmerin Nadine Gruber aus dem Burgenland.
Österreich siegreich vertreten
Insgesamt vier Parcours mit je 20 tierischen Zielscheiben waren bei der Europameisterschaft am Keltenberg in Schwarzenbach zu absolvieren. Gestartet wurde in Teams. Es zählte letztendlich aber die Einzelwertung. Bei den Herren konnte sich in der Klasse C Oskar Spet aus Österreich durchsetzen, bei den Damen siegte Helene Gruber aus Österreich. In der Jugendwertung holte sich Thomas Laubmeier aus Deutschland den ersten Platz. In der Klasse B siegte Markus Walter aus Deutschland bei den Herren. Andrea May aus Österreich konnte sich bei den Damen durchsetzen. In der Jugendwertung holte sich Dorian Mike aus Ungarn den Sieg.