Nach Israel-Haft

Ex-ÖSV-Star wieder festgenommen: Diesmal am Flughafen

Am Flughafen Wien-Schwechat ist es bei der Rückkehr von Pro-Palästina-Aktivisten zu Tumulten gekommen. Mittendrin: Der ehemalige ÖSV-Abfahrer Julian Schütter, der von der Polizei festgenommen wurde. 

Der Vorfall ereignete sich am Montag bei der Ankunft von Aktivisten, die zuvor in Israel in Gewahrsam genommen worden waren. Die Unterstützer und Rückkehrer zogen lautstark durch das Terminal des Flughafens Wien-Schwechat. Dabei schwenkten sie Fahnen und skandierten die umstrittene Parole "from the River to the Sea". Kritiker sehen in diesem Slogan die Forderung nach der Auslöschung Israels. Die Aktivisten hatten zuvor laut eigenen Angaben versucht, aus "humanitären Gründen" die Seeblockade vor Gaza zu durchbrechen. Drei österreichische Staatsbürger, darunter Schütter, wurden daraufhin in Israel festgehalten.

Videos zeigen Eskalation im Terminal

Als die Situation im Flughafengebäude eskalierte, griffen rund zehn österreichische Polizeibeamte vor Ort ein. Von den Aktivisten selbst veröffentlichte Videos zeigen nun tumultartige Szenen des Einsatzes. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie der ehemalige ÖSV-Abfahrer Julian Schütter von den Polizisten am Boden fixiert und festgenommen wird. Zudem zeigen die Videos, dass die Beamten auf den Aufnahmen im Nachhinein mit Clown-Emojis verhöhnt wurden.

Schütter äußert sich zu Verhaftung

In einem später veröffentlichten Video sprach der ehemalige Skistar selbst über seine Festnahme. Schütter erklärte darin den Grund für das Einschreiten der Exekutive aus seiner Sicht: "Ich wurde verhaftet, weil ich anscheinend zu laut war und im Terminal im Weg gelegen bin." Während des Zugriffs der Beamten schrien anwesende Unterstützer lautstark "Polizeigewalt!" und versuchten, den Polizisten den Weg zu versperren.

Polizei verteidigt den harten Einsatz

Die Gesetzeshüter hielten den Vorwürfen der Aktivisten direkt vor Ort entgegen und rechtfertigten ihr Vorgehen gegen die Gruppe. "Wir haben verhältnismäßige Gewalt angewendet", betonte ein Beamter unmissverständlich in einem der online gestellten Videos. Der Einsatz endete mit der Fixierung des ehemaligen Sportlers.

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