Im Kardinal‑König‑Haus in Lainz wird das Geld knapp - das katholische Bildungshaus braucht dringend 8,4 Millionen Euro für eine große Sanierung.
Das Kardinal‑König‑Haus im 13. Wiener Gemeindebezirk, das seit Jahrzehnten Menschen Ruhe, Rückzug und spirituelle Begleitung bietet, ist in die Jahre gekommen. Besonders der Brandschutz macht Sorge: Decken müssen geöffnet, alte Bauteile verstärkt und für 90 Minuten feuerfest gemacht werden. Die letzte große Renovierung liegt rund 30 Jahre zurück - jetzt zeigt sich, wie dringend nachgebessert werden muss.
Allerdings befindet man sich in finanziellen Nöten: Von den veranschlagten 8,4 Millionen Euro ist ein siebenstelliger Betrag weiterhin offen. Zwar helfen Jesuitenorden, Erzdiözese Wien, Caritas, Ordensgemeinschaften und private Spender, doch das Loch im Budget bleibt enorm.
Betrieb als Sommerhotel
Um wirtschaftlich zu überleben, soll das Haus im Sommer als Hotel geführt werden. Die Zimmer werden dafür etwas moderner, aber bewusst schlicht gehalten. Fernseher wird es keine geben - der Blick in den Park sollte ausreichend sein. Für die Hotel‑Konzession braucht es allerdings zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, darunter eine neue Fluchtstiege für den Ernstfall.
Das restliche Jahr über bleibt das Kardinal‑König‑Haus ein wichtiger Ort für Ausbildungen: Sozialmanagement, Seminare zum Älterwerden und Kurse für Palliativ‑, Hospiz‑ und Demenzbegleitung. Menschen, die später andere durch schwere Zeiten tragen, werden hier geschult.