GranateAllentsteig

Schäden an Häusern

Bundesheer ließ Granate im Ort losgehen

Eine Kommission soll die Explosion in einem Wohngebiet in NÖ untersuchen.

Solche Szenen haben sich in Österreich schon lange nicht mehr abgespielt: Mitten in einer Wohnsiedlung in Allentsteig (Bezirk Zwettl) schlug am Dienstag, 15 September gegen 17.40 Uhr eine scharfe Granate ein. Die Artilleriegranate war im Zuge einer Bundesheerübung am Truppenübungsplatz Allentsteig abgeschossen worden. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt: Das Geschoss (Reichweite: bis zu 30 Kilometer!) schlug am Kalvarienberg am Ortsrand vor einem Wohnhaus ein – und hinterließ einen tiefen Krater im Asphalt. Mehrere Hausfassaden, Fenster und ein Auto wurden beschädigt.

Übung von Offiziersanwärtern
Eine Untersuchungskommission des Bundesheeres war bereits gestern Abend vor Ort, um die Unfallursache zu klären. Fest steht, dass sich der Vorfall während einer Übung von Offiziersanwärtern der Militärakademie Wiener Neustadt ereignete. „Es kommen sowohl ein technischer Defekt als auch ein Bedienungsfehler oder eine andere Ursache infrage“, so ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

Erst vor einem Monat waren bei einem Zusammenstoß zweier Panzer in Allentsteig vier Soldaten verletzt worden.



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