Großinvestitionen

EVN-Halbjahresbilanz: Umsatz und Gewinn gesteigert

Der niederösterreichische Energieversorger EVN blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 (Oktober 2025 bis März 2026) zurück. Das Konzernergebnis stieg gegenüber dem Vorjahr um 24,7 Prozent auf 312,4 Mio. Euro. 

Der Ausblick für das Gesamtjahr wird bestätigt: Das Konzernergebnis wird in einer Bandbreite von rund 430 bis 480 Mio. Euro erwartet.

Umsatz und Ergebnis legen zu

Die Umsatzerlöse stiegen um 3,2 Prozent auf 1.187,0 Mio. Euro, getragen vor allem von regulatorisch bedingten Preiseffekten bei den Verteilnetzgesellschaften in Niederösterreich und Bulgarien. Das EBITDA verbesserte sich um 7,9 Prozent auf 553,3 Mio. Euro, das EBIT lag mit 362,9 Mio. Euro um 8,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis vor Ertragsteuern kletterte um 11,3 Prozent auf 340,5 Mio. Euro.

Internationales Projektgeschäft verkauft

Anfang März 2026 wurde der Verkauf des internationalen Projektgeschäfts an die STRABAG abgeschlossen. Der Kaufpreis von 100 Mio. Euro ist eingegangen. Die Nettoverschuldung sank dadurch auf 1.094,8 Mio. Euro.

Milliarden-Investitionsprogramm läuft planmäßig

Im Rahmen der Strategie 2030 investiert die EVN jährlich rund 1 Mrd. Euro – rund vier Fünftel davon fließen nach Niederösterreich. Schwerpunkte sind Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung, Großbatteriespeicher, E-Ladeinfrastruktur und Trinkwasserversorgung. Neu: Eine Kooperation mit AVIA Österreich soll ab 2026 den Ausbau von Schnellladestationen an Tankstellen österreichweit vorantreiben. Die AVIA CARD wird zur Tank- und Ladekarte und kann an allen EVN Ladestationen genutzt werden. Diese Kooperation stelle einen "wichtigen Meilenstein für die Elektromobilität" dar. 

Erneuerbare auf Wachstumskurs

Trotz ungünstiger Wind- und Wasserverhältnisse hielt die erneuerbare Erzeugung mit 1.209 GWh annähernd das Vorjahresniveau. Der Anteil erneuerbarer Energie an der Gesamterzeugung stieg auf 80,5 Prozent. Die installierten Kapazitäten wurden auf 561 MW (Wind) und 133 MWp (Photovoltaik) ausgebaut. Die Ausbauziele bis 2030 – 770 MW Wind, 300 MWp PV und 300 MW Batteriespeicher – liegen laut EVN im Plan. In der Berichtsperiode wurden zwei weitere Windparks in Betrieb genommen: Gnadendorf (28,8 MW) und Ebenfurth (Repowering mit Leistungssteigerung auf 12,6 MW). Auch eine weitere Photovoltaikanlage in Gaweinstal (EVN-Anteil: 3,3 MWp) wurde erfolgreich fertiggestellt. An der Errichtung von drei weiteren Windparks sowie einer Photovoltaikanlage wird derzeit gearbeitet. Großbatteriespeicher befinden sich derzeit in Theiß (70 MW) sowie in Dürnrohr (16 MW) in Bau.  

Trinkwasser: Neue Leitung für Niederösterreich

Für rund 15 Mio. Euro baut die EVN eine neue 24 Kilometer lange Trinkwasser-Transportleitung, die das Wein- und das Industrieviertel verbindet. Erstmals entsteht damit eine hydraulische Verbindung zwischen den Versorgungsräumen nördlich und südlich der Donau östlich von Wien. Laut Aussendung heißt es: " Die rund 24 Kilometer lange Transportleitung mit einer Donauquerung sowie einer neuen Drucksteigerungsanlage ermöglicht es, Wasser flexibel in beide Richtungen zu fördern." Die Inbetriebnahme ist für das Geschäftsjahr 2029/30 geplant.

Top-Rating bestätigt

Moody's bewertet die EVN weiterhin mit A1 (Ausblick stabil), Scope Ratings mit A+ (Ausblick stabil).

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