In einem Geschworenenprozess in Krems ist ein 21-Jähriger am Donnerstagabend wegen versuchten Mordes zu 14 Jahren Haft verurteilt worden.
NÖ. Zusätzlich zur Freiheitsstrafe wurde der Beschuldigte in ein forensisch-therapeutisches Zentrum eingewiesen. Das Urteil ist Gerichtsangaben zufolge nicht rechtskräftig. Dem Angeklagten wurde vorgeworfen, seiner Ex-Partnerin - die zum Tatzeitpunkt erst 18 Jahre alt war - im Juni des Vorjahres Ecstasy-Tabletten verabreicht zu haben und die junge Frau mit einer Überdosis töten haben zu wollen.
Insgesamt soll der Mann seiner damaligen Freundin in der Nacht auf den 3. Juni 2024 mindestens 18 Stück der Tabletten auf einmal eingeflößt haben. Davor hatte er sie mehr als ein Monat eingesperrt, ihr das Handy abngenommen und ihre gedroht und sie "zur Duldung des Beischlafs mit noch auszuforschenden Freunden" genötigt haben. Essen durfte sie nur mit seiner Erlaubnis.
Das Opfer erlitt eine Vergiftung, überlebte aber.
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Weitere Delikte von der Anklage umfasst
Von der Anklage umfasst waren auch fortgesetzte Gewaltausübung und Erpressung. Der 21-Jährige dürfte seine ehemalige Partnerin im Waldviertel mehrfach misshandelt, bedroht und unter Drogen gesetzt haben. Darüber hinaus soll der Beschuldigte der Frau die Bankomatkarte sowie mehr als 4.300 Euro abgenommen haben.
Gehandelt hatte der zurechnungsfähige Mann "unter dem maßgeblichen Einfluss einer schwerwiegenden und nachhaltigen psychischen Störung". Vorliegend ist einem Gutachten zufolge eine dissoziale Persönlichkeitsstörung, hinzu kommt demnach eine Verhaltensstörung durch multiplen Substanzgebrauch.
Die Verteidigung hat laut Gerichtsangaben Nichtigkeitsbeschwerde angemeldet. Seitens der Staatsanwaltschaft gab es keine Erklärung.