Die geplante Dienstzeitreform bei der Polizei sorgt derzeit österreichweit für Diskussionen. Künftig soll es etwa nach einem Plan des Innenministeriums keine 24-Stunden-Dienste mehr geben.
Mit dem neuen Dienstzeitmodell will das Innenministerium ein einheitlicheres System für den Polizeidienst schaffen. Künftig sollen kürzere Dienstschichten gelten und die 24-Stunden-Dienste wegfallen. Nach den bisherigen Plänen sollen Polizistinnen und Polizisten unter anderem regelmäßig an Wochenenden Dienst versehen. Gleichzeitig soll es mehr Mitbestimmung bei der Erstellung der Dienstpläne geben und ein Überstundenpool eingerichtet werden.
Gewerkschaft befürchtet Einkommensverluste
Der Vorsitzende in Niederösterreich, Andreas Woschnigg, verweist darauf, dass viele Polizistinnen und Polizisten auf zusätzliche Einnahmen durch Überstundenzuschläge angewiesen seien. Das neue Dienstzeitmodell soll zunächst in fünf Regionen Österreichs getestet werden. Neben Linz, Wien-Brigittenau, Bregenz und Leibnitz in der Steiermark gehört auch der Bezirk Gänserndorf zu den ausgewählten Pilotregionen. Insgesamt sind laut Innenministerium rund 1.500 Polizistinnen und Polizisten in 63 Dienststellen von der Testphase betroffen. Der Probebetrieb soll im Frühjahr starten. Danach soll das neue System österreichweit eingeführt werden.