Neue Einbahnführung

Schleichverkehr im Naschmarktgrätzl soll bald Geschichte sein

Das Naschmarktgrätzl steht vor einer umfassenden Verkehrsberuhigung durch die Bezirksvorstehung Margareten. Um den Charakter des Viertels als lebenswerten Wohnraum zu erhalten, plant die Politik einen massiven Riegel vor den unerwünschten Durchzugsverkehr zu schieben 

Im Naschmarktgrätzl will der Bezirk Margareten den Durchzugsverkehr aus engen Wohnstraßen drängen. Mehrere Einbahnführungen werden geändert, zusätzlich kommt Anrainerparken. Bezirksvorsteher Michael Luxenberger (Grüne) setzt damit auf mehr Ruhe und Übersicht im dicht bebauten Grätzl.

Schleichwege durch Wohnstraßen

Das Maßnahmenpaket betrifft das Gebiet zwischen Pilgramgasse, Wiental, Kettenbrückengasse und Margaretenstraße. Dort nutzten in den vergangenen Jahren immer mehr Autofahrer schmale Gassen als Abkürzung.

Besonders Rüdigergasse, Wehrgasse und Franzensgasse entwickelten sich zu beliebten Schleichwegen. Neben zusätzlichem Lärm kam es immer wieder zu unübersichtlichen Situationen. Auch parkende Fahrzeuge wurden beschädigt. "Mein Ziel ist klar. Weniger Durchzugsverkehr in engen Wohnstraßen und mehr Lebensqualität für die Menschen vor Ort", erklärt Luxenberger.

Neue Verkehrsführung im Grätzl

Im zweiten Quartal 2026 werden mehrere Einbahnregelungen angepasst. Die Änderungen verhindern künftig eine direkte Durchfahrt zwischen Schönbrunner Straße und Hamburgerstraße über Teile der Rüdigergasse und der Franzensgasse.

Auch die Wehrgasse verliert eine bisher mögliche Verbindung. Dort wird die Einbahn gedreht, wodurch eine Fahrt von der Hamburgerstraße zur Schönbrunner Straße nicht mehr möglich ist. Zusätzlich wird an der Kreuzung Grüngasse und Franzensgasse die Vorrangregelung geändert. "Der Verkehr soll dort fahren, wo die Straßen dafür geeignet sind, und nicht durch schmale Gassen, in denen Nachbarn einander begegnen und Fenster direkt zur Fahrbahn hinausgehen", betont Luxenberger.

Schleichverkehr im Naschmarktgrätzl soll bald Geschichte sein
© BV5

Die Zufahrt zu den Wohnhäusern bleibt für Bewohner weiterhin möglich. "Wir sorgen dafür, dass die Anrainer ihr Zuhause weiterhin gut anfahren können, aber dass diejenigen, die nur durchfahren wollen, andere Wege wählen", soder Bezirksvorsteher.

Anrainerparken folgt im Sommer

Ein weiterer Schritt folgt wenige Monate später. Ab Sommer richtet der Bezirk im Naschmarktgrätzl Anrainerparkplätze ein. Ein Teil der öffentlichen Stellplätze wird dann für Bewohner reserviert. "Mit diesem abgestimmten Maßnahmenpaket aus neuer Einbahnführung und Anrainerparken sagen wir klar. Die Straßen gehören zuerst denen, die hier leben, und nicht dem Durchzugsverkehr", hält Luxenberger fest.

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