Erstmals sollen Österreicher mit einem vom Außenministerium organisierten Flug direkt aus den Emiraten ausgeflogen werden. Doch am Vormittag waren Dubai und Abu Dhabi unter Beschuss. Mittlerweile konnte der Airbus abheben.
Österreicher in den Emiraten bangen um ihre Rückkehr. Zuvor musste bereits ein Rückholflug der Air France, der am Donnerstagabend die Vereinigten Arabischen Emirate verlassen hatte, aufgrund von „Raketenbeschuss in der Region“ umkehren. Dies bestätigte Frankreichs Verkehrsminister. Später hieß es, dass man die Heimkehrflüge für Franzosen aus der Kriegsregion „unter den bestmöglichen Sicherheitsmaßnahmen“ wieder aufnehmen wolle.
Auch Österreicher zitterten um ihre sichere Rückkehr aus der Kriegsregion. Wie das Außenministerium oe24 mitteilte, organisierte man einen Airbus A340 mit rund 280 Sitzen in Abu Dhabi - geplanter Abflug nach Wien war 12 Uhr. Das hat sich jetzt verspätet. Denn es gilt derzeit, dass die örtlichen Behörden ein „shelter in place“ ausgerufen haben - also die Anweisung, vorerst an einem geschützten Ort zu bleiben und sich nicht im Freien zu bewegen.
Neuer Abflugtermin in Abu Dhabi: Kurz nach 14 Uhr. Mittlerweile ist der Flieger abgehoben und auf dem Weg nach Wien. Zuvor saßen die Passagiere schon zwei Stunden im Flugzeug und warteten auf die Startfreigabe.
Österreicher: "Es gab 5-10 Minuten Alarm hier mit wenigen Explosionen"
Ein Österreicher berichtet oe24: "Hier in Abu Dhabi war ein Flug für 12 Uhr geplant, auf dem meine Mutter sitzt. Der Flieger steht aber noch am Boden."
Kurz wurde die Lage brenzlig: "Es gab 5-10 Minuten Alarm hier mit wenigen Explosionen. Dabei sind die Raketen und Drohnen abgefangen worden: Es ist nichts passiert."
244 Personen an Bord
Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger sagt: "Diese Maschine aus Abu Dhabi hat 244 Personen an Bord und kommt heute in Österreich an."
Am Donnerstag reguläre Flüge
Am Flughafen Salzburg ist am Donnerstag bereits eine Boeing 737 von flydubai gelandet. Es handelte es sich dabei um keine Rückholaktion, sondern um einen regulären Flug. Und in Wien landete der Airbus A380-842 der Golf-Airline Emirates am Donnerstag um 12.47 Uhr am Flughafen Wien-Schwechat.
Lufthansa: Linienflug nach Riad abgebrochen
Am Freitag hat die AUA-Mutter Lufthansa hat einen hat einen Linienflug von München in die saudi-arabische Hauptstadt Riad aus Sicherheitsgründen abgebrochen. Der Kapitän habe in Rücksprache mit der Zentrale entschieden, nach Kairo abzudrehen, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in Frankfurt. "Sicherheit geht vor." Laut Lufthansa war der saudische Flughafen zum Zeitpunkt des Anflugs gesperrt. Der voll gebuchte Rückflug aus Saudi-Arabien kann laut Lufthansa dennoch verspätet stattfinden. Die wenigen Passagiere des Hinflugs seien in Kairo ausgestiegen und dann umgebucht worden. Der Airbus A350-900 sollte noch am Abend am wieder geöffneten Flughafen in Riad landen, um den Rückflug zu absolvieren. Dieser wird am Samstagmorgen um 07.00 Uhr in München erwartet.