Kindern helfen

"HNÖ hilft!"- eine vorbildliche Initiative

Bereits über 80 erfolgreiche Operationen im Rahmen des Projekts „HNÖ hilft“ wurden am LK Klosterneuburg durchgeführt. 

Seit 11. September 2025 werden am Landesklinikum Klosterneuburg tagesklinische HNO-Operationen durchgeführt. Dabei handelt es sich um die Eingriffe - Adenotomie (Entfernung der Rachenmelden) sowie Parazentese und Paukendrainage (Schnitt im Trommelfell mit gegebenenfalls Einlage eines Paukenröhrchens).

Zur Vorgeschichte

Das Projekt richtet sich an Kinder mit typischen HNO-Erkrankungen, wie vergrößerten Rachenmandeln oder chronischen Mittelohrergüssen. Aktuell warten rund 1.500 Kinder in Niederösterreich auf einen entsprechenden Eingriff. Dr. Hannes Brandt, HNO-Facharzt aus Baden, Gründer des Vereins „HNÖ hilft“, operiert die Kinder persönlich vor Ort im Landesklinikum Klosterneuburg: „Es ist ein gutes Gefühl, wenn wir Familien helfen können, die oft monatelang auf einen Eingriff gewartet haben. Wir arbeiten mit einem eingespielten Team, das diese Eingriffe effizient und kindgerecht umsetzt – das macht für die jungen Patientinnen und Patienten einen echten Unterschied.“

So "gesund" ist Niederösterreichs Politik

"Durch die Verlagerung der Geburtshilfe konnten wir in Klosterneuburg gezielt neue OPKapazitäten für Kinder schaffen“, sagt Elisabeth Bräutigam, Vorständin der NÖ Landesgesundheitsagentur. „Das Projekt zeigt, wie wir vorhandene Ressourcen sinnvoll nutzen und so schneller helfen können – in einem Bereich, in dem viele Familien dringend auf Versorgung warten.“  

Die Maßnahme ist Teil des Gesundheitsplans NÖ 2040+. Sie nutzt gezielt die Kapazitäten, die durch die Verlagerung der Geburtshilfe vom LK Klosterneuburg an das Universitätsklinikum Tulln frei wurden. Der Fokus liegt auf Versorgungssicherheit, Qualität und effizientem Ressourceneinsatz.  

Wartelisten konnten wahrnehmbar reduziert werden

"Bereits nach wenigen Monaten zeigt das Projekt Erfolge: Die Wartelisten konnten wahrnehmbar reduziert und andere Klinikstandorte dadurch entlastet werden. Insgesamt wurden bereits über 80 Kinder erfolgreich im Landesklinikum Klosterneuburg operiert“, freut sich Landesrat Anton Kasser. "Es zeigt sich zudem, dass eine der ersten Maßnahmen des Gesundheitsplans 2040+ Wirkung entfaltet und die freigewordenen Kapazitäten im LK Klosterneuburg optimal genutzt werden können. Damit befinden wir uns klar auf dem richtigen Weg“, bestätigt LR Kasser.

© NÖ LGA / LK Klosterneuburg

Dr. Hannes Brandt, HNO-Facharzt aus Baden und Gründer des Vereins „HNÖ hilft“, operiert die kleinen Patientinnen und Patienten persönlich vor Ort im LK Klosterneuburg: „Da wir uns am Standort Klosterneuburg auf spezielle, ambulant durchführbare HNO-Eingriffe bei Kindern konzentrieren, erfolgt die operative Versorgung sehr effizient und auf einem außerordentlich hohen Niveau.“  

Die Eltern sind immer dabei

Die medizinische Indikationsstellung erfolgt ausschließlich durch HNO-Fachärztinnen und -Fachärzte und die Zuweisung über die HNO-Standorte St. Pölten, Krems und Wiener Neustadt. „Die Operationen selbst werden tagesklinisch im Landesklinikum Klosterneuburg durchgeführt. Die Eltern sind bis zum Einschlafen und beim Aufwachen dabei. Dank moderner Anästhesie und tagesklinischer Medizin auf höchstem Niveau gehen die Kinder am Nachmittag wohlauf nach Hause!“, sagt Prim. Prof. PD Dr. Andreas Duma, MSc, MBA, FESAIC, Leiter der Anästhesie- und Intensivmedizin am LK Klosterneuburg und UK Tulln.  

Eine vorbildliche Initiative

Dr. Harald Schlögel, Facharzt für HNO und Phoniatrie, Schirmherr des Projekts „HNÖ hilft“, 1. Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Präsident der Ärztekammer für Niederösterreich betont, „HNÖ hilft“ schafft eine Plattform, auf der verschiedene Expertisen im Bereich der HNO zur besseren regionalen Versorgung gebündelt wird – zum Wohl unserer jungen Patientinnen und Patienten. Auf dieser Webseite (www.hnoehilft.at) findet man weitere Informationen, insbesondere zu den Voraussetzungen, unter denen ein Kind in Klosterneuburg operiert werden kann, sowie wichtige Hinweise zum Verhalten nach einer Operation.   

Yorik war einer der ersten

Zu den ersten Kindern, die im Rahmen des Projekts behandelt wurden, zählt auch der vierjährige Yorik Stangl aus Gmünd. Bei ihm wurde eine Entfernung der Rachenmandeln durchgeführt, begleitet von einem Trommelfellschnitt und dem Einsetzen von Paukenröhrchen. Der Eingriff verlief komplikationslos – Yorik konnte am selben Tag gemeinsam mit seinen Eltern, Manuel Stangl und Lisa Dallinger, wieder nach Hause.  Auch die Familie zeigt sich erleichtert: „Wir haben wirklich lange auf einen OP-Termin für Yorik gewartet. Umso dankbarer sind wir, dass es durch das neue Angebot jetzt doch früher geklappthat“, so die Eltern von Yorik. „Die Operation ist gut verlaufen, das Team war sehr einfühlsam. Wir fühlten uns wirklich gut aufgehoben.“

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