Horror-Pfleger

Patienten gequält

Horror-Pfleger war auch in Wien

Weil die Justiz schlampte, fand der gefeuerte Horror-Pfleger eine neue Stelle in Wien.

Die Vorwürfe gegen den jungen Niederösterreicher (und vier Komplizinnen) sind monströs: Sie sollen ältere und demente Patientinnen auf der St. -Anna-Station des Clementinums in Kirchstetten geschlagen, mit Franzbranntwein gequält und sexuell missbraucht haben.

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Todesfälle

Überdies steht Mordverdacht vor allem gegen den Pfleger G. im Raum: Fieberende Schützlinge bekamen keine Medikamente, dafür ließ er sie nicht zugedeckt bei offenem Fenster und niedrigen Außentemperaturen liegen. Ein Gutachter arbeite derzeit alle Todesfälle auf.

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Skandal

Der ganze Horror flog schon im Vorjahr auf, worauf die mutmaßlichen Sadisten vom Heim gekündigt wurden. Weil die Justiz sich aber damit zufriedengab, niemanden in U-Haft nahm oder ein gelinderes Mittel wie Therapie oder ein Berufsverbot im Pflegebereich mit älteren Menschen aussprach und daher auch das Dienstzeugnis von G. sauber blieb, konnte er sich in Wien bewerben. Ohne Mühe fand er einen Job in einem privaten Heim in Kaisermühlen im 22. Bezirk, wo er bis Montag arbeitete. Erst als der vom Falter aufgedeckte Missstand öffentlich bekannt wurde, wurde G. freigestellt. Auch hier wird jetzt genau geprüft, ob in seiner Ägide etwas passiert ist!

Tatbegehungsgefahr

Mittwochnachmittag die längst überfällige Entwicklung: Die Staatsanwaltschaft in St. Pölten reagierte auf die medialen Enthüllungen und ließ zwei Tatverdächtige in der Causa festnehmen. Laut Behördensprecher Karl Wurzer habe (jetzt also doch) Tatbegehungsgefahr bestanden, weil zwei der Beschuldigten wieder im Pflegebereich tätig gewesen seien ...



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