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Niederösterreich

Jagd auf das Erbe von "Dr. Abenteuer"

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Nach dem Helikopter-Tod von Dr. Franz Schmöllerl (71) beginnt jetzt die Suche nach den Tagebüchern des Weltumseglers aus Österreich.

Posthum wird wohl noch einiges über das abenteuerliche Leben des Aussteigers Franz Schmöllerl zu hören sein - fragt sich nur, aus wessen Mund: Denn bereits wenige Tage nach dem Tod des 71-Jährigen hat sich ein Kampf um den Nachlass des zweifachen Weltumseglers, Buschpiloten und Mediziners entfacht. Das sagt der Bruder des Verunglückten, Gottfried Schmöllerl, im Gespräch mit ÖSTERREICH.

"Air Franz" verunglückt
Wie berichtet, war Dr. Schmöllerl - wegen seiner Leidenschaft für die Fliegerei „Air Franz“ genannt – am Donnerstag bei einem Hubschrauber-Absturz in Coolangatta (Australien) gestorben. Der Aussteiger hatte bei einem Freund (ebenfalls ein Österreicher, dem er während eines Orkans im Pazifik einmal das Leben gerettet hatte) Flug-Unterricht genommen. „Franz arbeitete an einer Doku über sein Leben, im Frühjahr wollte er im Burgenland Luftaufnahmen machen“, sagt Bruder Gottfried. Den dazu nötigen Heli-Flugschein wollte er bei seinem Bekannten machen. Bei einem Einzelflug kam es dann zur Tragödie.

Wrackteile werden untersucht
Gottfried Schmöllerl berichtet, dass gleich mehrere Personen in Australien und Vanuatu (wo „Dr. Abenteuer“ auf seinem Boot lebte) nun versuchen, an die Unterlagen des Toten zu kommen: Tagebücher aus 30 Jahren, Film- und Foto-Material, Manuskripte. Während also Ermittlungen zur Absturzursache noch laufen –- Wrackteile werden in der Hauptstadt Canberra analysiert, es gibt eine Obduktion - denken einige Bekannte des Österreichers offenbar nur an eins: Geld aus dem spannenden und großteils unpublizierten Leben des Abenteurers zu schlagen.

Bruder will Nachlass verwalten
Gottfried Schmöllerl hat sich deshalb an zwei (echte) Freunde seines Bruders vor Ort gewandt. Und an einen Vertrauensanwalt, den ihm der Konsul in Brisbane vermittelt hat: Mit ihnen will er darum kämpfen, dass der „Schatz“ nicht in die falschen Hände gerät: „Ich will nicht, dass sich jemand das Erbe einfach unter den Nagel reißt.“ Er selbst wolle den Nachlass „in Franz’ Sinne“ verwalten. Denkbar seien Publikationen oder ein kleines Museum. „Jetzt beschäftigt mich aber mehr, wo und wann er begraben wird.“

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