Justiz-Skandal um Islamisten-Killer

Ehefrau wurde mit 38 Stichen 
getötet

Justiz-Skandal um Islamisten-Killer

Weil sich seine Frau trennen wollte, soll ein irrer Prediger komplett durchgedreht sein.

Für Aufregung sorgte am 8. Jänner die Bluttat von Greinsfurth bei Amstetten. Wie berichtet, soll der Tiroler mit türkischen Wurzeln, Senol D. (37), wie von Sinnen mit einem Messer auf seine Ehefrau Aurelia Sch. (40) eingestochen haben – insgesamt 38 Stichverletzungen zählte die Gerichtsmedizin –, als sie sich von ihm trennen wollte. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Trennung

Die 40-Jährige aus dem Bezirk Scheibbs war zum Islam konvertiert und trat immer mit dunkelblauem Niqab auf. Erst in jüngster Vergangenheit war sie immer öfter unverschleiert zu sehen gewesen, berichtete eine Nachbarin ÖSTERREICH. Wenige Tage vor dem Mord verriet Aurelia Sch. einer Vertrauten, dass sie zu Verwandten nach Salzburg ziehen ­wolle – ihr Todesurteil.

Bekehrer. Senol D. war kein Unbekannter. In einer Facebook-Gruppe schildern Betroffene ihre Begegnungen mit dem Islam-Fanatiker. „Er belästigte ganze Familien auf Spielplätzen, verfolgte Radler, rannte mit einem Schild, auf dem ‚Allah‘ stand, herum, oder forderte Leute am Weihnachtsmarkt auf, Alkohol wegzuschütten und zum Islam zu konvertieren“, sagt ein Sprecher der Facebook-Gruppe.

Behörden

Die Behörden reagierten sanft, weil Senol D. bei seinen Bekehrungsversuchen nicht aggressiv vorging. Es gab daher nur Ordnungsstörungen (insgesamt 30 solcher Abmahnungen). Verfassungsschützer hatten ihn am Radar, konnten kein strafbares Verhalten nachweisen. In einer Mail schrieb der Stadtpolizeikommandant, dass er hofft, dass D. aufgibt.

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