Tierleid

"Kastrations-Wirbel in Niederösterreich": 4.000 Bürger unterschreiben gegen "Kastrations-Müdigkeit"

Gabriele Drechsler ist Initiatorin der Petition "Verpflichtende Teilnahme aller niederösterreichischen Gemeinden am Katzenkastrationsprojekt“. Sie wandte sich an die Redaktion von oe24, um ein Jahr nach einem entsprechenden oe24.at-Artikel Bilanz zu ziehen. 

Gabriele Drechsler schildert Oe24 gegenüber: "Der Auslöser war ein persönliches Schicksal: Vor über zwei Jahren verschwand mein geliebter Kater Gismo. Durch die intensive Suche nach ihm wurde ich erstmals auf das unendliche Leid der Streunerkatzen in Niederösterreich aufmerksam. Als nach und nach immer mehr Streuner in meinem Garten auftauchten – darunter der unkastrierte schwarze Kater 'Momo' – wurde mir die Tragweite bewusst. Momo wurde zum Gesicht meiner Bewegung. 

Kastrations-Wirbel um Streunerkatzen in NÖ

Darum bemüht sich ihre Petition

Der Skandal sei: Obwohl das Land mit dem Projekt "Kastriere 1, rette 100“ ein hervorragendes Fördermodell biete (Land zahlt 2/3, Gemeinde 1/3 der Kosten), so Drechsler, weigern sich "erschreckend viele Gemeinden, daran teilzunehmen". Ihre eigene Gemeinde Rosenburg-Mold habe ihr Ansuchen um Unterstützung 2023 und 2025 abgelehnt. "Viele Gemeinden behaupten schlichtweg, es gäbe bei ihnen keine Streuner, und lehnen sogar das Angebot der Stiftung Comun ab, die Hälfte des verbleibenden Gemeindeanteils zu übernehmen."

Das bittere Ergebnis dieser Verweigerung, so Drechsler: "Engagierte Privatpersonen und ohnehin finanziell am Limit arbeitende Tierschutzvereine müssen die Last der Kastrationskosten fast vollständig alleine tragen. Während die Gemeinden sich aus der Verantwortung ziehen, bleibt das Tierleid an jenen hängen, die nicht wegsehen können. 

Aktuell stehe ihre Petition (openpetition.eu/!vykyr) bei 4.394 Unterschriften. Offizielle Unterstützer seien mittlerweile auch Gut Aiderbichl, Chris Lohner sowie Julia & Thomas Stipsits.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten