Kindesmissbrauch: VP-Politiker in U-Haft

Lokalpolitiker in NÖ

Kindesmissbrauch: VP-Politiker in U-Haft

Weinviertler soll sich an Burschen vergangen haben – neue Entwicklungen im Fall.

Über den inzwischen aus der Partei ausgeschlossenen ÖVP-Stadtrat aus dem Bezirk Gänserndorf, gegen den wegen Missbrauchsverdachts ermittelt wird, ist am Freitag die U-Haft verhängt worden. Das teilte Friedrich Köhl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg, auf Anfrage mit. Die erste Haftfrist beträgt 14 Tage. Der Verdächtige habe weiterhin keine Angaben gemacht, hieß es.
 
Gegen den Weinviertler wird wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen ermittelt. Ein mittlerweile 14-Jähriger hat laut Staatsanwaltschaft belastende Angaben gemacht. Demnach sollen sich immer wieder Jugendliche in der Wohnung des Weinviertlers aufgehalten haben, Nachbarn hätten sich bereits vor Jahren über Lärm und alkoholisierte Teenager beschwert.
 
Im Vorjahr soll der Stadtrat zumindest einen Buben (14) mit Computerspielen und Cola in seine Wohnung in einem Genossenschaftshaus gelockt und sich an ihm vergangen haben. Der Bub vertraute sich seinen Eltern an. Am Donnerstag klickten für den ÖVP­ler, der sich ehrenamtlich um Kinder aus schwierigen Verhältnissen kümmerte, die Handschellen. Möglicherweise hat der Politiker sogar 13 Kinder missbraucht.

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