Politik-Insider

Was auf die neue ORF-Chefin zukommt

Das muss Ingrid Thurnher jetzt lösen.

Die neue ORF-Chefin Ingrid Thurnher muss nicht nur zig Termine vom zurückgetretenen ORF-Chef Roland Weißmann übernehmen, sondern auch das Unternehmen und die unzähligen ORF-Mitarbeiter beruhigen.

Und: Sie muss umsetzen, was vertraulich im ORF-Stiftungsrat beschlossen wurde – nämlich die Einsetzung einer Task Force, die sämtliche MeToo-Vorwürfe gegen Spitzenkräfte des ORF aufklären soll.

Strengere Compliance Regeln

Zudem – da sind sich die meisten ORF-Insider einig – müsse sie auch danach trachten strengere Compliance-Regeln zu implementieren.
Während die Politik wohl härtere Rahmenbedingungen für Stiftungsräte vorgeben müsse. Der Vorteil von Thurnher: Die 63-jährige bisherige Radiodirektorin kennt den ORF in- und auswendig. Sie kenne auch die Männerbünde im ORF und würde als langjährige Journalistin auch den Imageschaden für ihr Unternehmen verstehen.

Streit um Millionen-Ansprüche

Und last but not least muss sie auch noch die Causa Weißmann - der ORF-Chef, der nach Vorwürfen, die er bestreitet, zurücktreten musste - lösen. Hier geht es um Millionen-Forderungen: Laut ORF-Insidern könnte Weißmann sieben Jahresgehälter seiner derzeitigen Position - er ist weiter im ORF angestellt und beurlaubt -  fordern. Das wären rund 300.000 Euro im Jahr. Zudem sei er noch in Abfertigung alt. Insgesamt käme das auf Forderungen von rund drei Millionen Euro.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten