niederoesterreich

Mord an 64-Jähriger: Nachbarin (43) in Haft

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43-Jährige nicht geständig - Dringender Verdacht aufgrund Überprüfungen im Umfeld des Opfers und Untersuchung von Spuren aus Tatwohnung.

Nach dem vor zwei Wochen in Ebergassing (Bezirk Bruck a.d. Leitha) entdeckten Gewaltverbrechen an einer 64 Jahre alten Frau ist eine Verdächtige festgenommen worden. Es handelt sich nach Polizeiangaben vom Freitag um eine 43-jährige österreichische Nachbarin des Opfers. Die Frau wurde in die Justizanstalt Korneuburg gebracht.

Die Beschuldigte war nicht geständig, berichtete die Landespolizeidirektion Niederösterreich. Die 43-Jährige stammt wie das Opfer aus dem Bezirk Bruck a. d. Leitha.

Gegen die Frau hatte sich den Ermittlern zufolge aufgrund der Überprüfungen im Umfeld des Opfers und der Untersuchung von Spuren aus der Tatwohnung ein dringender Verdacht ergeben. Die 43-Jährige wurde bereits am Mittwoch festgenommen. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Korneuburg eine entsprechende Anordnung erlassen. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an.

 

In Justizanstalt eingeliefert 

Die Beschuldigte wurde am Donnerstag in die Justizanstalt eingeliefert. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg hat laut Sprecher Friedrich Köhl die Untersuchungshaft beantragt. Eine Entscheidung darüber stand noch aus.
 
Die Pensionistin wurde offensichtlich erschlagen. Sie war am 25. Jänner zu Mittag in ihrer Wohnung in Ebergassing (Bezirk Bruck a.d. Leitha) aufgefunden worden. Bekannte hatten zuvor die Anzeige erstattet, weil die alleinstehende 64-Jährige einige Tage lang nicht mehr telefonisch erreichbar gewesen war. Die von der Staatsanwaltschaft angeordnete Obduktion ergab laut Polizei "eindeutig Fremdverschulden" und als Todesursache ein Schädel-Hirn-Trauma aufgrund massiver Gewalteinwirkung gegen den Kopf.
 
Der Fall in Ebergassing (Bezirk Bruck a. d. Leitha) war die fünfte tödliche Gewalttat an einer Frau in Niederösterreich in diesem Jahr bzw. in weniger als drei Wochen. Die Serie hatte am 8. Jänner ihren Anfang genommen, als eine 40-Jährige in Amstetten erstochen worden war. Einen Tag später wurde eine 50-Jährige im Bezirk Wiener Neustadt-Land durch einen Messerangriff getötet. Am 13. Jänner wurde in Wiener Neustadt die Leiche einer 16-Jährigen in einem Park entdeckt. Der Tod des Mädchens trat laut Obduktion durch Ersticken ein. Am 21. Jänner wurde in Tulln eine 32-Jährige durch Stiche mit einem Dolch umgebracht.
 
Die Tatverdächtigen in den vier vorangegangenen Fällen sind jeweils Männer. Alle befinden sich in Untersuchungshaft bzw. in vorläufiger Anhaltung.
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