Das Miteinander müsse mehr zählen als das Gegeneinander, sagt ÖVP-Amtsinhaber Peter Teix. Und FPÖ-Herausforderer Helmut Fiedler ortet eine "Aufbruchsstimmung", die Menschen wünschen sich "Bürger statt Meister". Aufgefordert wird beiderseits, das Wahlrecht in Anspruch zu nehmen.
„Am Sonntag geht’s um Neunkirchen, um die Zukunft unserer Stadt. Und vor allem darum, das Hickhack in der Stadtpolitik ein für alle Mal hinter uns zu lassen – damit wir uns künftig wieder auf eines konzentrieren können: Die Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg“, betont ÖVP-Bürgermeister Peter Teix. "Am Sonntag geht’s um die Zukunft Neunkirchens – nicht um St. Pölten oder Wien." Er habe den Wahlkampf daher bewusst kurz gehalten. Mit Blick auf geäußertes Unverständnis, warum gerade er und sein Team einen Neuanfang in der Stadtpolitik vorantreiben, erklärt der Bürgermeister: „Die 73 Kandidatinnen und Kandidaten aus meinem Team kommen ja nicht von irgendwo, wir sind allesamt aus Neunkirchen und wissen daher genau, was unsere Stadt braucht." Ein Neustart in der Zusammenarbeit mag vielleicht nicht für alle nachvollziehbar sein – "gerade, wenn man mehr Zeit in St. Pölten als in Neunkirchen verbringt", polemisiert Teix in Richtung FPÖ-Herausforderer Helmut Fiedler.
ÖVP-Teix: "Möchte als Erster über die Ziellinie gehen"
In den vergangenen Monaten sei es ihm, Teix, gelungen, viele Projekte auf den Weg zu bringen. Die Finalisierung sei in vielen Fällen von Gemeinderatsbeschlüssen abhängig – die aktuell durch dessen Auflösung nicht möglich seien. „Wir haben viele Projekte so vorbereitet, dass sie der neue Gemeinderat nach der Wahl nur mehr beschließen muss. Für mich ist klar: Die Stadtpolitik muss nach der Wahl rasch ins Tun kommen. Mein Ziel ist, am Sonntag gemeinsam mit meinem Team als Erster über die Ziellinie zu gehen, um Neunkirchen in den nächsten Jahren Stück für Stück nach vorne zu bringen. Dafür bitte ich die Neunkirchnerinnen und Neunkirchner um ihre Stimme“, so der Bürgermeister abschließend.
FPÖ-Fiedler: "Fantastische Aufbruchsstimmung"
FPÖ-Spitzenkandidat Helmut Fiedler war von Anfang April jeden einzelnen Tag mit den Menschen unterwegs, heißt es aus seinem Umfeld, er habe sich täglich oft bis zu 14 Stunden nur für die Neunkirchner (oft 7 Tage die Woche) genommen, er habe sehr viel mit Bürgern unternommen (Laufrunde Talk and Run; Kochen, Muttertagsfrühstück, 5-teilige „Sprechstunde“ ,Sag‘s dem Fiedler‘; Bewegungs- und Vorbeugeprogramm mit Trainer, Würstelstandtour, Bratwurstschnapsen, Wandern, etc.) und „stand ständig im Austausch mit der Neunkirchner Bevölkerung“.
Helmut Fiedler.
Fiedler sagt: „All die Gespräche entstanden ungezwungen aus der Bewegung heraus und der sehnliche Wunsch der Menschen nach echter Veränderung ist spürbar.“ Auch beim letzten Event mit Gerald Grosz am Dienstag seien über 300 Besucher gekommen, „der Zuspruch war enorm, fast schon überwältigend. Die fantastische Aufbruchstimmung ist in Neunkirchen fühlbar und sichtbar - das tägliche Feedback der Menschen bestätigt das.“ Fiedler richtet über OE24 ein großes „Danke an alle Funktionäre, freiwillige Helfer, Familien und helfenden Hände!“ Helmut Fiedler hegt „keine Erwartungen, er hat nur den Wunsch, den Neunkirchner Bürgern nach der Wahl dienen zu können und endlich wieder Politik für die Menschen machen zu können. Ganz nach dem Motto: Bürger statt Meister. Er hat nur eine Bitte: „Nutzt Euer Wahlrecht, liebe Neunkirchner, geht wählen am Sonntag!“
SPÖ-Kautz: "Reiner Positiv-Wahlkampf"
Günther Kautz sagt gegenüber OE24: "Von unserer Seite haben wir einen reinen Positiv-Wahlkampf mit konkreten Vorschlägen gemacht. Andere Parteien haben alle möglichen Personen nach Neunkirchen geschleppt, wahrscheinlich, weil den Spitzenkandidaten niemand kennt. Die letzte Woche war dann gekennzeichnet vom tiefen Untergriffen gegen mich bzw. die SPÖ. Einerseits hieß es, es gibt eine ausgehandelte Koalition SPÖ/FPÖ, andererseits baue ich eine Moschee, wenn ich gewählt werde. Das eine ist genauso ein Unsinn, wie das andere, zeigt aber die extreme Nervosität der ÖVP auf. Die Erwartungen: Ganz klar, als Nummer eins durch das Ziel zu gehen."