"Paradise"-Festival: 12 Festnahmen wegen Drogen

Falkenstein

"Paradise"-Festival: 12 Festnahmen wegen Drogen

Zehn Verdächtige in U-Haft - 63 Anzeigen wegen Suchtgiftkonsums bei Musikfestival.

Zwölf Festnahmen wegen Verdachts auf Drogenhandel und 63 Anzeigen wegen Suchtgiftbesitzes bzw. -konsums: Diese Bilanz hat die Landespolizeidirektion Niederösterreich am Mittwoch über Kontrollen beim diesjährigen "Paradise"-Festival vom 11. bis 14. Juli in der Weinviertler Gemeinde Falkenstein (Bezirk Mistelbach) gezogen.

Im Zuge des Schwerpunkteinsatzes wurden stichprobenartig Personen und Fahrzeuge überprüft sowie auf dem Veranstaltungsgelände und den Park- und Campingplätzen gezielt Dealer ins Visier genommen. Die Beamten stellten dabei "beträchtliche Mengen" an Cannabiskraut, Cannabisharz, Amphetamin, Ecstasy-Tabletten, MDMA, LSD- und Mescalin-Trips sowie Psilocybinpilze, aber auch aus Drogengeschäften stammendes Bargeld in Höhe von rund 11.000 Euro sicher.

Die Staatsanwaltschaft Korneuburg verhängte über zehn des Drogenhandels verdächtige ausländische Staatsbürger - aus Deutschland, Griechenland, Ungarn, Portugal, aus der Schweiz, Türkei und aus Belgien - Untersuchungshaft. Zwei weitere wurden angezeigt.

Außerdem wurde ein schwedischer Staatsbürger kontrolliert, gegen den ein europaweiter Haftbefehl wegen Steuerbetruges in Finnland mit einer Schadenssumme von 600.000 Euro und einer angedrohten Freiheitsstrafe von vier Jahren bestand. Er wurde festgenommen und in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Der Verdächtige sollte als DJ auftreten und war dafür extra aus Spanien eingeflogen worden, so die Polizei.
 

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