Das "Schatzhaus“ in Carnuntum wurde genau genommen modernisiert, dabei aber auch wieder auf seine historische Bausubstanz von 1904 zurückgeführt. Zugleich wurde die Ausstellung neu und interaktiv gestaltet. Ab Samstag ist das Museum wieder geöffnet.
Das Museum Carnuntinum in Bad Deutsch Altenburg ist das erste Museum, das 1904 direkt in der Nähe eines Grabungsortes errichtet wurde, ausschließlich für Funde des antiken Carnuntum. Von Kaiser Franz Joseph eröffnet, ist es ein Bau mit einem Rustica Mauerwerk wie bei einem römischen Landgut.
Auch Mithraskult ist vertreten
Innen erwartet Besucher eine antike Welt mit einer repräsentativen Auswahl an Funden wie den zahlreichen militärischen Ausrüstungsgegenständen. Aber auch östliche Mysterienkulte in Carnuntum wie der Mithraskult oder die Verehrung von Jupiter Dolichenus werden anschaulich dargestellt. Hier wird eine der wichtigste Militärstützpunkt am Donaulimes wieder zu besichtigen sein - es handelt sich um eine römische Großstadt mit tausenden Einwohnern in der Provinz Pannonien - mit allen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Aspekten. Am Donaulimes, der Flussgrenze des römischen Reichs nach Nordenm hielten sich selbst römische Kaiser wie Marc Aurel oder Diokletian auf. Das alles wird nun auch modern und interaktiv präsentiert. Das ursprüngliche Konzept eines Grabungsmuseums, in dem die wichtigsten Funde von Carnuntum gezeigt werden, wird nunmehr durch moderne Medientechnik in die heutige Zeit übersetzt
Sonderausstellung über das Konzil von Nicäa
Eine Sonderausstellung über das Konzil von Nicäa, 325 einberufen von Kaiser Konstantin, thematisiert die religiöse Umbruchszeit im 4. Jahrhundert, in der sich das Christentum schließlich durchsetzt. Highlights sind ein kunstvoll gefertigter Kammhelm aus dieser Zeit, und ein Silberreliquiar mit Christogramm, eines der frühesten überhaupt. Abs Samstag ist das Museum wieder geöffnet.