Grüne schlagen Alarm: Der Rechnungshof deckt eub totales Planungschaos beim Klinikum-Neubau auf – Steuergeld in Milliardenhöhe werden verpulvert.
Es ist ein Zahlen-Schock, der fassungslos macht: Der Neubau des Klinikums Wiener Neustadt sollte ursprünglich 561 Millionen Euro kosten. Jetzt spricht der Landesrechnungshof von über 1,46 Milliarden Euro – eine Kostenexplosion, die ihresgleichen sucht. Und die Grünen NÖ rasten aus!
"Systemisches Organisationsversagen" – der Rechnungshof rechnet ab!
Der Landesrechnungshof findet deutliche Worte: fehlende Planungsgrundlagen, chaotische Projektentwicklung, ständig geänderte Parameter – selbst die Bettenanzahl wurde mehrfach umgeworfen. Dazu kommen völlig unklare Zuständigkeiten zwischen Landesregierung, Landesgesundheitsagentur, Landeskliniken-Holding und weiteren Stellen. Kurz gesagt: niemand wusste so richtig, wer hier das Sagen hat – und das bei einem Milliardenprojekt! Grünen-Klubobfrau Helga Krismer explodiert: "Wer ein Milliardenprojekt derart planlos aufsetzt, produziert zwangsläufig explodierende Kosten. Genau dieses Chaos, diese Intransparenz und diese Verantwortungslosigkeit erleben wir in der NÖ Gesundheitspolitik von ÖVP, FPÖ und SPÖ seit Jahren!"
Wiener Neustadt glaubt nicht mehr daran
Grünen-Stadträtin Selina Prünster aus Wiener Neustadt berichtet von totalem Vertrauensverlust in der Bevölkerung: Viele Menschen glaubten längst nicht mehr daran, dass dieses Krankenhaus jemals Realität wird. Der Rechnungshof bestätige schwarz auf weiß, was viele schon ahnten – diese Planung sei von Anfang an chaotisch gewesen.
Das fordern die Grünen jetzt
Krismer und Prünster verlangen sofortige Umsetzung aller Rechnungshof-Empfehlungen: volle Transparenz über alle Kostenentwicklungen, ein unabhängiges Kostencontrolling, klare Zuständigkeiten – und endlich Antworten statt Mauern. Prünster, selbst aus dem Pflegebereich, betont: "Ein Projekt dieser Größenordnung muss solide vorbereitet sein – das ist aktuell nicht der Fall."
Das eigentliche Skandal-Bild dahinter
Während beim Prestigeprojekt in Wiener Neustadt Milliarden versickern, bröckelt das Gesundheitssystem im ganzen Land: Personalmangel, unbesetzte Kassenstellen, wachsende Versorgungslücken in den Regionen. Krismer fasst es schonungslos zusammen: "Die Landesregierung verliert sich in Prestigeprojekten im Zentralraum, während sie an der regionalen Versorgung sägt. Das ist politisches Versagen auf Kosten der Patientinnen und Patienten!" Fazit: Ein Spital, das dreimal so viel kostet wie geplant – und noch immer nicht steht. Die Frage, wer dafür die Verantwortung trägt, bleibt bis heute unbeantwortet.