Mangelnder Schutz vor Regen, kaum Schatten bei Hitze und oft kein Platz zum Sitzen: Mehr als 1.100 Wiener Öffi-Haltestellen sorgen laut einer aktuellen Fahrgasterhebung des VCÖ für Unmut unter den Fahrgästen.
Beim österreichweiten Haltestellen-Check der Mobilitätsorganisation VCÖ meldeten Öffi-Nutzer in Wien gleich 1.142 problematische Haltestellen. Besonders oft kritisiert wurden fehlende Überdachungen und zu wenig Schatten. Gerade an heißen Sommertagen werde das Warten für viele Fahrgäste zur Belastung, wie es heißt. Auch kaputte oder fehlende Sitzgelegenheiten sowie schlechte Infos zu Fahrzeiten sorgen für Unmut.
Dazu kommen dunkle Wartezonen und fehlende Barrierefreiheit. Teilweise beklagen Fahrgäste sogar große Wasserlacken rund um Einstiegsbereiche, die bei Regen zum Problem werden. Besonders brisant: Fast jede vierte Meldung betrifft unsichere Straßenquerungen bei Haltestellen. Auch fehlende Gehwege werden angeführt. Gerade ältere Menschen und Schüler seien auf sichere Zugänge angewiesen.
Die meisten Beschwerden kommen aus der Donaustadt. Dort wurden gleich 200 Haltestellen mit Mängeln gemeldet. Dahinter folgen Liesing mit 113 und Floridsdorf mit 88 betroffenen Haltestellen. Immerhin gibt es auch positives Feedback, etwa die Haltestelle der Linie 13A bei Skodagasse/Alserstraße. Diese schaffte es bei der österreichweiten Wahl zur besten Bushaltestelle sogar auf Platz drei.