Ein Super-Skitag endete für St. Pöltner Gastwirt mit einem tragischen Unfall.
Leicht bewölkt, windstill und griffiger Schnee am Sonntag am Hochkar. Also beste Bedingungen für einen perfekten Skitag. Das dachte sich auch David K. (26), Heurigenwirt und Kaffeehausbesitzer aus St. Pölten, als er mit Freunden in der Früh zum Skifahren ins Mostviertel aufbrach. Doch gegen 11 Uhr war für ihn der Spaß schon wieder vorbei. Zu Mittag flog ihn der Rettungshubschrauber C15 mit schweren Kopfverletzungen ins Landesklinikum nach Amstetten.
Gesperrte Piste
Leichtsinn oder Dummheit – egal, David K.
ignorierte eine Pistensperre wegen Schneemangel. Trotz Hinweisschildern und
Absperrseilen fuhr er in die Abfahrt vom Kar-Gipfel ein. Auch bei besten
Pistenbedingungen ist die „schwarze“ 8er-Abfahrt aus 1.770 Meter Höhe extrem
schwierig und nur für besonders geübte Skiläufer geeignet.
40-Meter-Sturz
David verlor auf dem pickelharten, eisigen
Steilhang mit 40 Prozent Gefälle die Kontrolle und stürzte, sich mehrfach
überschlagend, 40 Meter über eine Geröllhalde. Immer wieder schlug er mit
dem Kopf hart auf den Steinen auf. Erst in einem Flachstück blieb der St.
Pöltner bewusstlos liegen.
Kein Helm
Nicht nur, dass der 26-Jährige die Pistensperre ganz
einfach ignorierte, er trug auch keinen Helm. Ein Bergretter: „Als wir ihn
fanden, war sein Kopf blutverschmiert. Ein Wunder, dass er überlebte.“
Unbelehrbar
Der Einsatzleiter der Bergrettung Göstling nach der
Rettung erbost über so viel Leichtsinn: „Es ist zum narrisch werden, niemand
kümmert sich um Absperrungen oder Verbote, viele machen was sie wollen. Die
sind ja alle unbelehrbar. Und wir von der Bergrettung können es dann
ausbaden und müssen selbst unsere Gesundheit riskieren.“