Konkursverfahren

USV Neulengbach mit 400.000 Euro Schulden

Für Frauenfußball-Rekordmeister USV Neulengbach rückt das Ende immer näher. Am Montag wurde am Landesgericht St. Pölten ein Konkursverfahren eröffnet. Die Schulden des Vereins aus dem Wienerwald belaufen sich laut Kreditschutzverband KSV 1870 auf 400.000 Euro. 

Anfang April hatte die Vereinsspitze das Ende des Frauenfußball-Projektes in Neulengbach und einen damit verbundenen Insolvenzantrag angekündigt. Am Montag wurde das Konkursverfahren am Landesgericht St. Pölten eröffnet. Das ehemalige Aushängeschild im heimischen Frauenfußball muss sich für nicht weniger als 400.000 Euro Schulden verantworten.

Grund wohl Ausbleiben wichtiger Sponsorengelder

Grund für die hohe Verschuldung ist laut Vereinsführung vor allem das Ausbleiben wichtiger Sponsorengelder. Die Spielerinnen warten seit Monaten auf ihr Gehalt, weshalb viele von ihnen schon vor Wochen aus ihren Verträgen austraten. Einige brachten zudem bereits Klagen gegen den Klub ein. Versuche, den Verein zu retten und die Lizenz für die kommende Bundesliga-Saison zu erhalten, scheiterten. Die Schließung der Frauen-Abteilung ist zwar vorgesehen, ein offizieller Rückzug der Mannschaft aus der Bundesliga erfolgte bisher aber nicht. Aktuell wird jedes Match wegen Nichtantretens mit 0:3 strafverifiziert. Zudem muss Neulengbach pro Spiel eine Pönale von mindestens 1.500 Euro bezahlen. Der Männer- und Jugendbereich soll dagegen gerettet werden und möchte die Meisterschaft fertig spielen.

Zuständige Juristen klären Möglichkeit von Sanierung

Ob eine Sanierung finanziell möglich ist oder es zum Konkurs kommt, müssen nun die zuständigen Juristen klären. Die Anmeldefrist für Gläubiger beginnt laut Kreditschutzverband KSV 1870 am 23. Juni. Der Prüfbericht des Masseverwalters muss bis 7. Juli vorgelegt werden. Hinter der Zukunft des zwölfmaligen Meister und zehnfachen Cupsiegers steht weiterhin ein großes Fragezeichen.

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