Flug-Chaos

Niki Lauda lässt jetzt Klage prüfen

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Der gefährliche „Asche-Kern“ der Wolke erreichte nie unseren Luftraum.

ÖSTERREICH: Werden Sie nun rechtlich gegen Eurocontrol vorgehen?
Niki Lauda: Das ist alles noch zu früh. Wir prüfen das derzeit, auch ob wir es gemeinsam mit anderen Airlines machen. Wir haben jetzt noch keine Zeit gehabt, aber wir werden alles evaluieren. Ich klage auch nur dann, wenn wir eine Gewinnchance von 70 Prozent haben. Die Frage ist natürlich, wer kommt für den Schaden auf. Jetzt muss eine Lösung her.
ÖSTERREICH: Welche?
Lauda: Nun wurde das betroffene Gebiet endlich in drei Zonen eingeteilt, in der gefährlichsten Zone darf man gar nicht fliegen, über die zwei anderen können die Länder selbst entscheiden. Das Problem ist, dass wir in Österreich wieder fliegen können, aber die Deutschen zögern. Auch in Frankreich ist noch nichts offen. Es ist peinlich, dass wir in Österreich fliegen können, dort aber nicht, obwohl dieselben Bedingungen herrschen. Wir können in Österreich fliegen, aber wir mussten heute wieder Flüge canceln, weil wir diese Länder nicht überfliegen dürfen.
ÖSTERREICH: Bleiben Sie bei Ihrer Kritik am generellen Flugverbot?
Lauda: Das war grundsätzlich der größte Fehler in der Luftfahrtgeschichte. Das war eine völlig überzogene Maßnahme ohne jegliche Daten, eine reine Bauchentscheidung. Es war zwar zuerst am Freitag eine richtige Entscheidung, aber dann ist tagelang ja nichts passiert.

Sat-Beweis: Wolke flog Bogen um Österreich
Seit fast einer Woche hält die Asche-Wolke aus Island ganz Österreich in Atem. 15.000 Urlauber saßen tagelang im Ausland fest, viele sind immer noch nicht daheim. Die Urlaubsträume von 20.000 Pauschaltouristen platzten. 58 Stunden war der heimische Luftraum von Freitag bis Montag komplett gesperrt. Die Schäden sind immens, sie werden auf 100 Millionen Euro pro Tag geschätzt – alleine in Österreich.

Jetzt zeigen neue Satelliten-Bilder der Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG) : Der gefährliche Wolkenkern (in Grafik oben violett) war nie über Österreich! Am Wochenende hätte man fliegen können.

  • „Unverständlich“
    Airline-Boss Niki Lauda (rund zehn Millionen Euro Schaden bisher) tobt seit Tagen. „Die Sperren waren der größte Fehler der Luftfahrtgeschichte.“ Und: „Ich verstehe nicht, warum der Luftraum jetzt wieder offen ist. Dabei ist die Situation nicht anders als am Freitag.“
  • Keine Wolke
    Die Daten der ZAMG zeigen: Laudas Kritik ist nicht unberechtigt. Zwar bedrohte der Kern der Asche-Wolke am Freitag (dem Tag der Sperre) Österreich – doch durch günstige Windrichtung drehte die Wolke ab.
  • Nur Futzerln da
    Skurril: Die ZAMG-Daten zeigen auch, dass nur einmal Reste der Asche nach Österreich trieben – genau am Montag, als der Luftraum wieder freigegeben wurde.
  • Wochenende verschlafen
    Weitere Kritik der Airlines: Man habe mit den Testflügen viel zu lange gewartet. Lauda etwa durfte erst am Sonntag abheben – einen Tag nach Fluglinien in Deutschland und der Schweiz. Erst nach heftiger Kritik an der zuständigen Behörde Austro Control flog ein NIKI-Jet von Wien nach Salzburg – ohne Probleme, ohne Beschädigungen. Die zuständige Verkehrsministerin Doris Bures und die Austro Control verteidigen die Sperre. „Wirtschaftlicher Druck ist nicht so wichtig wie die Sicherheit der Menschen.“

Die Airlines sprechen von „Übertreibung“: Lauda droht jetzt mit einer Klage gegen die Europäische Luftfahrtbehörde Eurocontrol, falls Messungen zeigen, dass die Sperre unnötig war. „Ich lasse das gerade überprüfen. Wenn ich Chancen habe, bringe ich die Klage ein“.

Ein Messflugzeug des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) war am Montag mit einem Messgerät in der Luft. Dabei haben die Wissenschafter eine „deutliche Braunfärbung“ in der Luft erkennen können. „Es gibt die Wolke wirklich“, so DLR-Sprecher Andreas Schütz. Wie gefährlich sie aber ist, bleibt unklar ...

Die "Iron Man"-Premiere in London wurde nach Los Angeles verlegt: Scarlett konnte nicht anreisen.

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Von Barcelona nach Mailand: Die Barca-Stars fuhren 1000 km mit dem Bus zum Champions-League-Halbfinale.

Scarlett saß nicht alleine in den USA fest: Auch Downey Jr., Mickey Rourke und Gwyneth Paltrow schafften es nicht nach London.

Auch er musste die Romy auslassen.

Weder Tote-Hosen-Sänger Campino noch Ornella Muti konnten kommen - keine Stars bei der Romy.

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Von Monte Carlo nach London? Bobbele setzte sich erst einmal ins Auto und düste nach München.

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Formel-1-Stars wie Vettel saßen nach dem GP in China fest. Schumacher hattte Glück: Ecclestone nahm ihn im Privatjet mit.

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