NÖ: Transgender-Kind aus Privatschule geworfen

Aus Henrik wurde Hannah

NÖ: Transgender-Kind aus Privatschule geworfen

Hannah freute sich bereits auf ihre Wunschschule, doch die Direktorin warf sie raus.

Hannah sieht auf den ersten Blick wie ein ganz gewöhnliches 10-jähriges Mädchen aus. Doch Hannah (Name von der Redaktion geändert) ist ein Transgenderkind. Hannah wurde eigentlich als Henrik geboren, fing aber bereits in jungen Jahren an, sich als Mädchen zu identifizieren. Hannahs Eltern unterstützen ihre Tochter, wo es nur ging. Mittlerweile steht  auch auf ihrem Personalausweis „Hannah“.

Direktorin wirft Hannah von der Schule
Im Herbst hätte Hannah eine neue Schule besuchen sollen. Ihre Eltern schrieben sie für die Privatschule Montessori Mokiwe in Brunn ein. Zunächst lief alles nach Wunsch, doch als die Direktorin über Hannahs Vergangenheit als Bub erfuhr, wurde der Vertrag mit den Eltern gekündigt.

Im Vorfeld hatten die Eltern bereits Hannahs Lehrer darüber informiert - diese hatten offenbar jedoch weit weniger ein Problem als die Direktorin.

Hannah reagiert tapfer...und cool
Das Magazin „Biber“ hat sich der Geschichte angenommen und mit den Eltern von Hannah gesprochen: „Die Direktorin hat uns gesagt, dass sie über Hannah nachgedacht und sich entschieden hat, den Vertrag von ihrer Seite zu kündigen“, so Hannahs Mutter. Der eigentlich absurde Grund: Die Schule wirft den Eltern „Unehrlichkeit“ vor. Über ein Dreivierteljahr hätten sie Hannahs „Besonderheit“ verschwiegen.

Aus der Wunschschule wurde es also nichts für die 10-Jährige. Doch Hannah selbst reagierte cool auf den Rauswurf. Als sie den Grund für die Kündigung erfuhr, sagte sie laut Biber: „Die sind aber komisch. Dann will ich aber eh nicht in so eine Schule gehen.“



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