Aufgeflogen ist in der Südoststeiermark ein 56-jähriger Drogendealer: Der Langzeitarbeitslose soll seit Jahren zusammen mit einem Freund rund 17 Kilogramm Marihuana erzeugt und teilweise verkauft haben. Der regionale "Grasbaron" wurde verhaftet, ein Komplize ist flüchtig.
Stmk. Nach mehreren anonymen Hinweisen - ein offenbar mit dem "Marihuana-Indoor-Bauern" verfeindeter Tippgeber hatte seit Monaten an die Behörden anynome Briefe udn Mail verschickt - waren die Ermittler seit Herbst 2025 dem 56-Jährigen auf der Spur. Der Verdacht, dass er tatsächlich mit dem illegalen Anbau und Konsum von Suchtmitteln in Zusammenhang steht, erhärtete sich zunehmend.
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Vergangenen Freitag erfolgte schließlich eine Hausdurchsuchung bei dem seit Jahren beschäftigungslos gemeldeten Mann, der auf einem Grundstück mit Lagerhalle und mehreren Wohnwägen hauste. Dabei wurden auf dem Gelände rund 6,5 Kilogramm Marihuana, 330 Stück LSD sowie sieben Gramm Kokain entdeckt. Im oberen Stock des einstigen Bürogebäudes hatte er die beiden Zuchtanlagen aufgebaut.
Der Steirer ist umfassend geständig. Nach einem flüchtigen 58-jährigen Komplizen wird noch gesucht. Zudem sind weitere Ermittlungen wegen des Verdachts des Sozialleistungsbetrugs gegen den Notstandshilfeempfänger, der - wenn er sich nicht gerade seinen Drogengeschäften widmete - ständig auf Urlaubsreisen und Segeltörn war. Dafür müssen sichergestellte Datenträger noch forensisch ausgewertet werden, heißt es von Seiten der Landespolizeidirektion.