Oberösterreich

25-Jährige zahlte 17.000 Euro-Hochzeit nicht

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Prozess in Linz: Sie machte ihre Bank verantwortlich. Das Gericht glaubte ihr.

Eine 25-jährige Oberösterreicherin, der vorgeworfen worden war, sie habe die Kosten ihrer Luxus-Hochzeit nicht bezahlt, ist in einem Betrugsprozess am Freitag im Landesgericht Linz freigesprochen worden. Sie wurde aber zu vier Monaten Haft bedingt verurteilt, weil sie 3.000 Euro ihres Arbeitgebers für sich abgezweigt hat.

Catering, Blumen, Feuerwerk, Fest im Schloss...
Die Braut ließ den Hochzeitstag zum schönsten in ihrem Leben werden: Feier in einem Schloss, aufwendiger Blumenschmuck, Catering, Hochzeitsfoto und -Video sowie Feuerwerk und mehr. Die Rechnungen über 17.000 Euro blieben aber unbezahlt. Das brachte ihr die Anklage des schweren Betruges ein. Sie bestritt die Schädigungsabsicht und verwies auf eine angeblich von der Bank zugesagte aber später zurückgezogene Aufstockung ihres Kreditrahmens und damit ihrer Zahlungsfähigkeit. Für den Richter war nicht auszuschließen, dass es tatsächlich eine Zusage der Bank gegeben haben könnte. Er zweifelte an der Schädigungs- beziehungsweise Bereicherungsabsicht. Deshalb ein Freispruch. Die Oma machte inzwischen den Schaden zur Gänze gut.

Dass sie durch Manipulationen 3.000 Euro vom Konto ihres Arbeitgebers auf ihr eigenes umgeleitet hat, gestand sie vor Gericht ein. Das, ihre bisherige Unbescholtenheit und die erfolgte Gutmachung des Schadens waren strafmildernd, erschwerend die hohe Summe und der Missbrauch des Vertrauensverhältnisses. Sie nahm die Strafe an. Der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab. Das gesamte Urteil ist damit noch nicht rechtskräftig.

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