Brandanschlag auf Kaserne Hörsching
Brandanschlag auf Kaserne Hörsching

Linz-Land

Brandanschlag auf Kaserne Hörsching

Sieben Lkw wurden Opfer der Flammen. Wer die Tat verübte, ist noch unklar.

Sogar Oberösterreichs Militärkommandant selbst wurde zum Opfer von den Attentätern: Das Dienstfahrzeug von Kurt Raffetseder wurde bei einem Brandanschlag Sonntag früh völlig zerstört. Der Ford Mondeo ist eines von insgesamt sieben Heeres-Fahrzeugen, die lichterloh brannten. Ausgegangen dürfte das Feuer von einem Lkw sein, der von Brandstiftern angezündet wurde. Womit und ob der Anschlag in der Kaserne Hörsching bei Linz einen politischen Hintergrund hat – darüber schwieg sich die Polizei am Montag aus. Die Ermittlungen laufen unter strengster Geheimhaltung.

© BMLVS/OBERREITER

(c) BMLVS/OBERREITER

Patrouille entdeckte das Feuer bei Routine-Rundgang
So viel wurde am Montag bekannt: Am Sonntagmorgen gegen 8.00 Uhr entdeckte eine Patrouille auf einem routinemäßigen Rundgang im Fliegerhorst das Feuer und schlug sofort Alarm. „Unsere heereseigene Feuerwehr machte sofort einen Löschangriff“, so der Pressesprecher des Militärkommandos OÖ, Gerhard Oberreiter, zu ÖSTERREICH. Fünf Fahrzeuge brannten völlig aus, zwei weitere wurden stark beschädigt. Wie hoch der Schaden genau ist, war noch unbekannt. In ersten Schätzungen war von 350.000 Euro die Rede.

Wie gelangten die Täter auf das streng bewachte Gelände?
Sofort wurden Brandermittler des Landeskriminalamts und Sachverständige der Brandverhütungsstelle an den Tatort geschickt, das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung eingeschaltet. Sie alle hüllten sich am Montag in Schweigen. Nur so viel ging raus: Es war Brandstiftung, das ist fix. „Eine Spur oder Hinweise zu den Hintergründen gibt es vorerst nicht“, so Polizeipressesprecher Adolf Wöss.

Die unbekannten Täter müssen irgendwie auf das komplett abgeriegelte Heeresgelände gelangt sein, denn die Fahrzeuge waren laut Oberreiter beim ‚Motorpool‘ abgestellt, der sich mitten am Gelände und nicht etwa direkt am Zaun befindet.

Es ist übrigens nicht der erste Anschlag auf das Bundesheer in OÖ: 2007 wurde der Wagen des Vorarlberger Militärkommandanten vor einem Gasthof in Eferding in Brand gesteckt. Im Herbst 2010 fackelten Brandstifter zehn Lkws im Welser Heereslogistikzentrum ab. Die Täter wurden nie geschnappt.



 

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten