Zur Diskussion: Auf der Seite des Neuen Rathauses könnte ein neuer Rad- und Scooter-Streifen entstehen. Und Fußgänger sollen auf der AEC-Seite gehen.
Linz. Fast eine Million Mal wird die Nibelungenbrücke jährlich per Rad gequert. Trotzdem wurden der neue Radweg mit baulicher Trennung des auf zwei Jahre angelegten Pilots nur eine Woche nach der Öffnung auf der Seite des Neuen Rathauses wieder rückgebaut. Jetzt heißt es wieder mit Angst über die Brücke zu fahren: Denn die aufgepinselte Radspur am Gehweg ist viel zu schmal und viel zu dicht an der Fahrbahn, noch dazu mit einer 22cm hohen Stufe.
“Ich weiß von fünf schweren Unfällen, das sind fünf zu viel”, sagt Linz +-Gemeinderätin Brita Piovesan, die sich mit der lebensgefährlichen Situation auf der Nibelungenbrücke nicht zufrieden gibt. “Wieder weitere drei Jahre bis 2028 zu warten ist fahrlässig, das kann niemand verantworten. Die aufgepinselte Radspur ist nicht StVO-konform, es braucht jetzt eine Lösung und Sicherheit, nicht irgendwann.”
Deshalb beantragt Linz+ in der nächsten Gemeinderatssitzung am 5. Juni eine Aktuelle Stunde, um eine fundierte Debatte zur Sicherheit der Alltagsradler auf der Nibelungenbrücke zu führen.
MFG bringt folgenden Vorschlag: Der bisherige kombinierte Fuß- und Radweg auf der Seite des Ars Electronica Centers soll künftig ausschließlich den Fußgängern vorbehalten sein. Im Gegenzug soll auf der Seite des Neuen Rathauses ein neuer Rad- und Scooter-Streifen entstehen, der diesen Verkehr aufnimmt.