Bub (11) 
schießt
 auf Radlerin

War auf Ratten-Jagd

Bub (11) 
schießt
 auf Radlerin

Ein elfjähriger Bursch hat bei der Jagd auf Ratten eine Radlerin angeschossen.

Das hätte aber richtig ins Auge gehen können. In der Nähe von Braunau am Inn hat ein Schüler (11) eine Radfahrerin angeschossen. Die 55-Jährige wurde an der Hand verletzt.

Der Knirps war im elterlichen Anwesen auf die Pirsch gegangen. Seine Mutter hatte ihm das Luftdruckgewehr des Vaters gegeben, damit er Jagd auf Ratten machen konnte.

Doch statt der lästigen ­Nager erwischte es die 55-Jährige, die gerade mit ihrem Lebensgefährten auf einem angrenzenden Feldweg radelte.

Das Opfer erlitt einen Streifschuss, musste sich in ärztliche Behandlung begeben. Den Schützen hatte die Polizei schnell ausgeforscht. Die Mutter des Buben gab an, die Ratten-Jagd ihres Kindes mit einem Gewehr für unbedenklich gehalten zu haben: „Ich habe mir nicht dabei gedacht, weil an unser Grundstück ein großes Feld angrenzt. Da ist normalerweise niemand unterwegs“, sagte sie in ihrer Einvernahme. Mit dem Gewehr für ihren elfjährigen Sohn hatte sie kein Problem.

Polizei ermittelt 
gegen die Eltern
Die Polizei stellte das Luftdruckgewehr sicher, sprach gegen die Eltern ein vor­läufiges Waffenverbot aus. Nach Abschluss der Ermittlungen wird bei der Staatsanwaltschaft und der Bezirkshauptmannschaft Anzeige erstattet. Der Mutter drohte eine Strafe wegen Verletzung der Aufsichtspflicht und fahrlässiger Körperverletzung. Der Bub ist strafunmündig und kann nicht belangt werden. Er hat aber versprochen, künftig die Finger von einer Waffe zu lassen.

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