Sterbenskranke Mutter (37) konnte ihre Tochter bei Turnwettbewerb anfeuern.
OÖ. Martina ist noch keine 40 Jahre alt als sie vor wenigen Monaten die Diagnose von ihrer lebensverkürzenden Krankheit erhielt.
Ronja, ihre zwölfjährige Tochter, turnt seit etwa eineinhalb Jahren voller Begeisterung in einem Turnverein. Martina hatte den letzten Wunsch sie beim großen Schau-Turn-Wettbewerb anzufeuern und diesen wichtigen Moment im Leben ihres Kindes mitzuerleben.
Die ehrenamtlichen Wunscherfüller Julia und Florian vom Verein Rollende Engel brachten sie zur Turnhalle. Und dann passierte der Moment, auf den Martina gewartet hatte. Ronja kam angelaufen. Aufgeregt, nervös und überglücklich, dass ihre Mama tatsächlich da war. "Dieser Blick zwischen Mutter und Tochter sagte mehr als tausend Worte", so die Wunscherfüller.
Ein letztes Mal zu ihrem Haflinger
"Mit jeder Minute wurden ihre Kräfte weniger. Die vielen Eindrücke, die Emotionen – all das war anstrengend für ihren geschwächten Körper. Doch dann äußerte Martina noch einen letzten Wunsch", erzählt Vereinsvorstand Florian Aichhorn und brachte die Frau nochmals zu ihrem Haflinger.
"Es war bereits dunkel, als wir ankamen. Doch ihr Pferd kam sofort zu ihr. Martina konnte ihn streicheln, ihm über die Mähne fahren und ihn füttern. In diesem Moment wurde etwas ganz Besonderes spürbar: die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Tier", so Aichhorn.
Mit vielen Pferdehaaren auf der Decke ging es schließlich zurück ins Krankenhaus. Martina sei erschöpft, aber überglücklich gewesen.
Nur neun Tage nach dieser Wunscherfüllung hat Martina ihre Augen für immer geschlossen.