Im 98. Lebensjahr nach kurzer Krankheit - Hrabil stand dem Kloster von 1983 bis 1999 vor und war von 1991 bis 1997 Abtpräses der Österreichischen Zisterzienserkongregation.
Gerhard Karl Hradil, der frühere Abt von Stift Heiligenkreuz im Wienerwald, ist am Sonntag in den frühen Morgenstunden nach kurzer Krankheit im 98. Lebensjahr verstorben. Das Pontifikalrequiem mit anschließender Beerdigung auf dem Klosterfriedhof findet am 18. April um 10.00 Uhr statt, wurde in einer Aussendung mitgeteilt. Hradil wurde 1983 zum 66. Abt des Zisterzienserstiftes gewählt und trat 1999 aus gesundheitlichen Gründen zurück.
"Energisch und gütig"
Hradil wurde am 28. Oktober 1928 in Wien geboren. 1947 wurde er in das Noviziat des Stiftes Heiligenkreuz aufgenommen. Nach seinem Studium in Heiligenkreuz wurde er 1952 zum Priester geweiht und war 14 Jahre lang als Seelsorger tätig. Ab 1966 war Hradil Novizenmeister sowie Subprior und Juniorenmagister, 1977 wurde er zum Prior des Stiftes ernannt, bevor er 1983 Abt wurde. Von 1984 bis 1989 war er Vorsitzender der diözesanen Wiener Superiorenkonferenz und von 1991 bis 1997 Abtpräses der Österreichischen Zisterzienserkongregation.
"Demütiger Mönch"
"Bis vor wenigen Tagen konnte Abt Gerhard an unserem Gemeinschaftsleben aktiv teilnehmen", so Abt Maximilian Heim: "Er gab uns täglich das Vorbild eines demütigen Mönches, der Gott aus ganzem Herzen suchte." Pius Maurer, Abtpräses der Österreichischen Zisterzienserkongregation und Abt von Stift Lilienfeld, teilte mit: "Persönlich habe ich Abt Gerhard während meines mehrjährigen Studienaufenthalts als einen eifrigen, monastischen und liturgischen interessierten Abt erlebt, der sowohl energisch als auch gütig auftreten konnte."