Versuche mit einem SUP-Board und Boot zu den eingebrochenen Eisläuferinnen vorzudringen scheiterten - dann kam der rettende Hubschrauber, der mit einem besonders gelungenen Manöver Zentimeter über dem See in der Luft stehen blieb - und die Frauen aufnahm.
OÖ. Zwei Frauen auf Schlittschuhen sind am späten Mittwochnachmittag am Irrsee im Bezirk Vöcklabruck eingebrochen. Sie hatten sich auf das Eis gewagt - obwohl allenorts gewarnt wird, dass ⚠️ das Betreten von Eisflächen lebensgefährlich ist – auch scheinbar tragfähiges Eis kann jederzeit einbrechen ⚠️
Bergeversuche mit einem Stand-up-Paddelboard bzw. einem Boot scheiterten zunächst. Schließlich wurden die Frauen von der Crew eines Rettungshubschraubers hochgezogen, berichteten die Polizei und die Feuerwehr Zell am Moos. Die 56- und die 49-Jährige wurden ins Spital eingeliefert.
Auch Polizist brach bei Bergeversuch ein
Als die kurz zuvor alarmierte Polizei gegen 16 Uhr beim Irrsee eintraf, sahen die Beamten etwa 200 Meter vom Ufer entfernt zwei Frauen. Eine hatte sich selbst aus dem Wasser ziehen können und stand auf der Eisfläche. Die andere war noch im Wasser und versuchte vergeblich, wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen. Ein Beamter versuchte es daraufhin mit einem SUP-Board, brach aber selbst ein. Auch mit einem Boot kam man nicht zu den beiden Frauen, da der See tatsächlich nur von einer dünnen Eisschicht bedeckt war.
Nach wenigen Minuten traf der Rettungshubschrauber ein und setzte sich spektakulär knapp über die Wasseroberfläche, sodass sich die Besatzung abseilen und die Frauen bergen konnte. Die 56-Jährige war stark unterkühlt und wurde mit dem Rettungshubschrauber, die 49-Jährige mit dem Rettungswagen ins Landeskrankenhaus Salzburg gebracht. An dem Einsatz waren insgesamt rund 65 Personen von Feuerwehr, Rettung, Wasserrettung und Polizei beteiligt.