Security-Personal

Finanzpolizei deckt krasse Missstände bei Fußballspiel in Linz auf

Security-Unternehmen beschäftigte Minderjährige und fälschte Geburtsdatum. 


Linz. Im Zuge einer Schwerpunktkontrolle der Finanzpolizei bei einem Fußballspiel in Linz wurden gravierende arbeits- und sozialrechtliche Missstände im Bereich der eingesetzten Sicherheitsunternehmen festgestellt. Dem Vernehmen könnte es sich um das Linzer Derby Ende Jänner gehandelt haben.  

Laut vorliegendem Sicherheitskonzept hätten 176 Sicherheitsmitarbeiter im Einsatz sein sollen. Tatsächlich konnten im Rahmen der Kontrolle jedoch lediglich 93 Personen angetroffen und überprüft werden. Ein erheblicher Teil der eingesetzten Arbeitskräfte war zum Zeitpunkt der Kontrolle nicht mehr vor Ort.

Geburtsdatum bei Minderjährigen gefälscht

Die Überprüfungen ergaben insgesamt 84 Übertretungen. Darunter befanden sich 35 Verstöße gegen sozialversicherungsrechtliche Meldepflichten gemäß ASVG, 16 Personen, die gleichzeitig Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen und 17 Fälle ohne gesetzlich vorgeschriebene Arbeitszeitaufzeichnungen. Zwei der angetroffenen Sicherheitsmitarbeiter waren minderjährig; in diesen Fällen wurde das Geburtsdatum offenkundig manipuliert. Darüber hinaus waren zahlreiche Beschäftigte tätig, die über keine ausreichenden Deutschkenntnisse verfügten, um sicherheitsrelevante Anweisungen verständlich entgegennehmen oder weitergeben zu können. D

Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) dazu: „Ob am Fußballfeld oder abseits davon: Fairness muss absolute Priorität haben. Wer sich durch unfaire Praktiken Vorteile verschafft, gehört bestraft. Die vielen, die sich an die Regeln halten, dürfen nicht benachteiligt werden.“ 

Weitere Ermittlungen zu den beteiligten Unternehmen sowie zu den konkreten Beschäftigungsverhältnissen sind im Gange.

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