Mit 93 Jahren

Linzer Altbischof Maximilian Aichern gestorben

Fast ein Vierteljahrhundert hat Bischof Aichern die Diözese Linz mit seinem weiten Herzen, seiner Menschenfreundlichkeit und seinem tiefen Glauben geführt.  

Linz. Der Linzer Altbischof Maximilian Aichern ist am Samstag im Alter von 93 Jahren gestorben. Er wird am Montag, den 9. Februar in der Stiftskirche seines Heimatklosters St. Lambrecht beigesetzt.  Der gebürtige Wiener, der von 1982 bis 2005 an der Spitze der Diözese stand, sei im Domherrenhaus in Linz verstorben. Mit seiner eher liberalen Amtsführung begründete er den "Linzer Weg". Sein Engagement für den arbeitsfreien Sonntag sowie andere Anliegen der Arbeitnehmer trug ihm das Prädikat "Sozialbischof" ein.

Aichern starb im Beisein seines Nachfolgers Manfred Scheuer, der in den letzten Stunden mit ihm und für ihn betete, hieß es von der Diözese. Er blicke traurig, aber in großer Dankbarkeit auf das Wirken Aicherns, so Scheuer. Aichern habe die Diözese Linz "mit seinem weiten Herzen, seiner Menschenfreundlichkeit und seinem tiefen Glauben geprägt. Seine geistige Strahlkraft und sein unerschütterliches Vertrauen in eine gute Zukunft bleiben uns Vermächtnis und Auftrag."

Bischof Mandred Scheuer hat  Alt-Bischof Maximilian Aichern in den Tod begleitet
© Diözese Linz

LH Thomas Stelzer (ÖVP) zum Tod des Altbischofs: "Mit seinem Leitspruch 'In Liebe dienen' hat er über Jahrzehnte Kirche und Gesellschaft geprägt – als Brückenbauer, Mahner für soziale Gerechtigkeit und Seelsorger mit offenem Herzen." 

Aichern war ein Befürworter der Diakonenweihe für Frauen, auch der Priesterweihe von Frauen stand er aufgeschlossen gegenüber. "Ich glaube - trotz mancher Rückschläge, die es immer wieder gibt - daran, dass die Diakonenweihe der Frauen nicht aufzuhalten ist, weil sie denn doch schon einmal da waren. Und das Gleiche, so denke ich, gilt auch für die Priesterweihe von verheirateten Männern. Ich würde natürlich doch auch dazusagen: vielleicht sogar von Frauen", hatte er in einem Interview, das das Kommunikationsbüro der Diözese kurz vor seinem 90 Geburtstag mit ihm geführt hatte, gesagt.

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