Verteidigung abgelehnt

Mutter-Killer will "nur sterben"

Der Bauer, der seine Mutter erschoss, sitzt in U-Haft und lehnte jede Unterstützung ab.

OÖ. ÖSTERREICH-Infos zufolge hätten mehrere Anwälte am Montag versucht, den Verdächtigen als Mandanten zu gewinnen – wären aber allesamt von dem Häufchen Elend davongescheucht worden: Er möchte keinen Verteidiger, sondern „einfach nur sterben“.

Dabei wäre in der Causa um die Todesschüsse auf seine eigene betagte Mutter juristisch durchaus einiges herauszuholen – wenn man nicht auf Mord, sondern auf Totschlag nach einer „allgemein begreiflichen heftigen Gemütsbewegung“ plädiert. Infolgedessen würden statt 20 Jahre bis lebenslang nur 5 bis 10 Jahre Haft drohen.

Arbeit und Feuerwehr waren sein ganzes Leben

Denn die 81-Jährige soll ihrem einzigen Sohn nach dem Tod ihres Mannes das Leben zur Hölle gemacht haben – obwohl er sich neben der Arbeit auf dem Millionen-Gehöft in Kronstorf im Ennstal aufopfernd um die Seniorin kümmerte und sie überallhin führte, ob zum Einkaufen oder am Sonntag zur Kirche. Zeit, eine Partnerin zu finden, blieb dem 46-Jährigen, den sonst nur die Arbeit und die Feuerwehr (hier vor allem das Training der Jung-Florianis) interessierte, da keine. Und doch drängte ihn die Mutter durch ständige Sticheleien und Vorhaltungen dazu, doch endlich zu heiraten und ihr Enkelkinder zu schenken – sonst würde sie ihm zeitlebens nie den Hof überschreiben. Der ultimative Streit soll sich genau darum gedreht haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

(kor)

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