12 Locations

NextComic-Festival heuer im Zeichen der Demokratie

Heuer 20. bis 28. März in Linz, Traun und Steyr mit rund 200 Künstler.

Linz. Rund 200 Künstler sind beim diesjährigen Festival NextComic von 20. bis 28. März in Linz, Traun und Steyr vertreten, das unter dem Titel "Meine Entscheidung - Deine Entscheidung" steht. Die Hauptschau ist die Wanderausstellung "Demokratie verteidigen" des Comicfestivals München, die von Alexander Knorr kuratiert wird. Gernot Budweiser widmet sich der tagesaktuellen Karikatur, auch die Mangas bekommen viel Platz. Das Programm wurde am Montag präsentiert.

Das Festivalsujet stammt von Yureida K., "einem Ottensheimer, der nach Tokio gegangen ist, um dort Mangazeichner zu werden", so Festivalgründer Gottfried Gusenbauer. Yureida K. zeigt im Ursulinenhof seine Arbeiten. Manga-Fans dürfen sich zudem auf die Schau "Germknödel no Jutsu" - übersetzt heißt das "Kampfkunst des Germknödels" - in der Galerie der Stadt Traun freuen, die Unterschiede zwischen Österreich bzw. Deutschland und Japan auf Papier zeigt. Warum die asiatische Comic-Variante in Österreich so beliebt sei, erklärt Gusenbauer mit einer Analogie: "Wir machen seit Jahrzehnten Rock'n'Roll nach und haben den auch nicht erfunden."

Zwölf Locations in Linz, Traun und Steyr

Insgesamt bespielt NextComic zwölf Locations in Linz, Traun und Steyr. Festivalzentrum ist der Ursulinenhof in Linz, wo auf drei Stockwerken rund 170 Positionen heimischer und internationaler Künstlerinnen und Künstler zu sehen sind. "Wir wollen eine gesellschaftspolitische Message weitergeben", erklärt Gusenbauer, warum man das Thema Demokratie gewählt habe. Er glaube, dass man mit Zeichnungen sehr rasch in ein Thema hineinkommen und eine Diskussion starten könne, auch abseits der eigenen Bubble. Im Vorjahr zählte man 2.000 Besucherinnen und Besucher, inklusive der Ausstellungen, die über das Festival hinaus liefen, waren es laut Gusenbauer rund 15.000.

Zum Programm zählt eine große Anzahl kleinerer Ausstellungen: Im Gewölbesaal des Linzer Ursulinenhofs etwa wird das "Pixner Buch" - ein Graphic Novel von Franzi Kreis über den Musiker Herbert Pixner - präsentiert, im Foyer im zweiten Stock lädt die Ausstellung "Phantom - Die Klassiker" dazu ein, einen alten Comic-Helden neu zu entdecken. Die MKD - Meister:innenschule für Kommunikationsdesign befasst sich mit der Frage "Am I AI" und macht Comics unter anderem im Deep Space des Ars Electronica Centers mittels Artivive erlebbar.

Partizipativer Gedanke

Wichtig sei, dass sich alle zum Thema Demokratie einbringen und dass vor allem auch junge Leute mit ihren Ansichten gesehen werden, so Festivalkuratorin Katharina Acht. Das Programm ist daher sehr partizipativ angelegt, es gibt immer wieder Möglichkeiten, selbst zum Zeichenstift oder zum Pinsel zu greifen. Highlight des Rahmenprogramms ist traditionell der Suuuper Samstag. An diesem laden u.a. Studierende der Kunstpädagogik zum Malen eines großen gemeinsamen Bildes ein.

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