Obama-Räuber kam auch als Angela Merkel

Zeugen: Maskierung „hässlich“

Obama-Räuber kam auch als Angela Merkel

Zeugen sahen „schiachen, alten Mann“. Dabei trug er eine Merkel-Maske.

Er wurde selbst berühmt, weil er sich hinter Berühmtheit versteckte: Sechsmal stürmte Roland L. mit einer Maske von US-Präsident Obama in Banken in OÖ. Nun wurde bekannt: Der 45-Jährige dürfte generell einen starken Hang zu Staatsoberhäuptern gehabt haben. Bei seinem ersten Coup war er als deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel verkleidet – was die Zeugen des Raubes damals allerdings etwas anders sahen: „Sie beschrieben den Täter als ‚hässlichen alten Mann‘ “, so die leitende Rieder Staatsanwältin Ernestine Heger.

15 Jahre Haft
Ob das der Grund war, warum der Serienräuber die Maske wechselte, wird wohl erst der Prozess zutage fördern. Der Beschuldigte muss am 22. Juni vor Gericht. Der Vorwurf: Ab 2008 soll Roland L. sechs Banken im Innviertel überfallen haben, beim siebten Mal – am 31. März – ging er der Polizei ins Netz. Ihm droht nun die Höchststrafe von 15 Jahren. Denn der Mann ist ein Profi: Er saß in Bayern sieben Jahre im Gefängnis – wegen neun Banküberfällen. 2006 wurde er entlassen, lebte zurückgezogen im Heimatort Gankofen – in Grenznähe zu OÖ. Als er sich verliebte, wollte er der Frau etwas bieten können – und bediente sich seines „Talents“. Er mietete heimlich eine Wohnung, von hier aus ging er auf Raubzug. „Bei Überfällen in Bayern wäre er sofort verdächtig gewesen“, so Heger.

Mario Born

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